Alte Feuerwehrschläuche retten seltene Affen in Malaysia
Drei Brücken aus recycelten Schläuchen haben die Todesrate auf einer Straße auf null gesenkt.

Auf der malaysischen Insel Penang sterben jedes Jahr unzählige Affen auf den Straßen – überfahren, weil sie von einer Baumkrone zur nächsten müssen. Die Naturschützerin Yap Jo Leen erlebte 2016 hautnah, wie eine weibliche Dunkelblatt-Nasaffen (Trachypithecus obscurus) mit ihrem Jungen von einem Auto erfasst wurde. Diese Affenart, auch als Dusky Langur bekannt, ist auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet eingestuft. Yap beschloss, etwas zu tun.
Sie begann, eine Familie dieser Affen zu beobachten, die sie um ein Individuum namens Ah Lai herum kannte. Über ein Jahr hinweg dokumentierte sie mehrere Versuche der Tiere, eine vielbefahrene Straße zu überqueren. Anwohner bestätigten, dass sowohl Dunkelblatt-Nasaffen als auch Makaken regelmäßig die Straße kreuzten. Die Lösung, die Yap entwickelte, ist ebenso einfach wie genial: Sie nutzt alte Feuerwehrschläuche, die die örtliche Feuerwehr spendet, um künstliche Baumkronenbrücken zu bauen.
Seit 2019 hat ihre Organisation, das Langur Project Penang (LPP), drei solcher Brücken installiert. Die erste, liebevoll „Ah Lai's Crossing“ genannt, hat auf diesem Straßenabschnitt die Zahl der überfahrenen Affen auf null gesenkt. Und die Brücken helfen nicht nur den Languren: Insgesamt neun weitere Wildtierarten nutzen sie, darunter Makaken, Eichhörnchen und Plumploris. Die Idee ist so erfolgreich, dass sie zeigt, wie lokale, ressourcenschonende Initiativen einen messbaren Unterschied für den Artenschutz machen können.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Alte Feuerwehrschläuche als Affenbrücken: Auf einer Straße in Malaysia starb seitdem kein einziger Langur mehr."
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