ASEAN-Staaten bekennen sich zu sauberer Umwelt als Menschenrecht
Zehn südostasiatische Länder verpflichten sich, das Recht auf eine gesunde Umwelt für 680 Millionen Menschen umzusetzen.
Die zehn Mitgliedsstaaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (ASEAN) haben einen bedeutenden Schritt in Richtung Umweltgerechtigkeit gemacht. Im Oktober 2024 verabschiedeten Brunei, Kambodscha, Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar, die Philippinen, Singapur, Thailand, Timor-Leste und Vietnam eine gemeinsame Erklärung: das Recht auf eine sichere, saubere, gesunde und nachhaltige Umwelt. Dieses Recht, kurz das Recht auf eine gesunde Umwelt, ist inzwischen weltweit als grundlegendes Menschenrecht anerkannt.
Die ASEAN-Staaten erkannten dieses Recht bereits 2012 in ihrer eigenen Menschenrechtserklärung an. Im Jahr 2022 folgte die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit einem fast einstimmigen Beschluss: 161 Regierungen stimmten dafür, keine dagegen, nur acht enthielten sich. Auf nationaler Ebene haben inzwischen mehr als 100 Länder das Recht auf eine gesunde Umwelt in ihren Verfassungen verankert. Auch internationale Gerichte haben in den letzten Jahren präzisiert, was dieses Recht konkret bedeutet.
Im Juli 2025 gab der Internationale Gerichtshof, auch Weltgerichtshof genannt, ein Gutachten zum Klimawandel ab. Darin stellte er klar: Das Menschenrecht auf eine gesunde Umwelt ist untrennbar mit anderen Menschenrechten verbunden – ohne eine intakte Umwelt sind Rechte wie Leben, Gesundheit oder Nahrung nicht zu verwirklichen. Die ASEAN-Staaten stehen nun vor der Aufgabe, aus der Erklärung einen verbindlichen regionalen Aktionsplan zu entwickeln.
Südostasien beherbergt eine außergewöhnliche natürliche Vielfalt – von Korallenriffen bis zu tropischen Regenwäldern – die die Lebensgrundlage für Millionen Menschen bildet. Die Umsetzung des Rechts auf eine gesunde Umwelt könnte bedeuten, dass diese Ökosysteme besser geschützt werden. Für die 680 Millionen Menschen in der Region wäre das ein echter Fortschritt: sauberere Luft, weniger verschmutztes Wasser und der Erhalt der Natur, von der sie direkt abhängen.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.