Australien verdoppelt Strafen für Social-Media-Firmen
Bußgelder steigen auf bis zu 50 Millionen Dollar – ein starkes Signal für mehr Jugendschutz.

Australien geht mit voller Härte gegen Verstöße gegen den Jugendschutz vor. Die Regierung hat die Höchststrafen für Social-Media-Unternehmen wie Meta, TikTok oder X (ehemals Twitter) von 25 auf 50 Millionen australische Dollar (etwa 30 Millionen Euro) verdoppelt. Das gab die zuständige Ministerin für Kommunikation, Michelle Rowland, bekannt.
Die Strafen greifen, wenn Plattformen gegen das sogenannte „Online Safety Act“ verstoßen – etwa, wenn sie es versäumen, illegale oder schädliche Inhalte für Minderjährige zu entfernen. Dazu zählen unter anderem Mobbing, sexuelle Belästigung oder die Verbreitung von kinderpornografischem Material. Die Behörde eSafety Commissioner kann die Bußgelder verhängen und hat bereits in der Vergangenheit mehrfach gegen große Plattformen ermittelt.
Der Schritt ist Teil einer weltweiten Bewegung, die Tech-Konzerne stärker in die Pflicht zu nehmen. Die EU hat mit dem Digital Services Act ähnliche Regelungen geschaffen, Großbritannien arbeitet an einem eigenen Gesetz. Australien gilt dabei als Vorreiter – das Land hatte bereits 2021 ein Gesetz erlassen, das Facebook und Google zwingt, für Nachrichteninhalte zu zahlen.
Die Verdopplung der Strafen ist ein klares Signal: Die australische Regierung will nicht länger zusehen, wie Kinder und Jugendliche im Netz gefährdet werden. „Wir werden nicht zögern, die volle Härte des Gesetzes anzuwenden“, sagte Ministerin Rowland. Für die betroffenen Unternehmen bedeutet das ein erhebliches finanzielles Risiko – und einen Anreiz, ihre Moderationssysteme zu verbessern.
Kritiker bemängeln allerdings, dass hohe Strafen allein nicht ausreichen. Entscheidend sei, dass die Plattformen ihre Algorithmen ändern, die oft schädliche Inhalte bevorzugen. Dennoch: Die Maßnahme zeigt, dass Regierungen bereit sind, gegen die Macht der Tech-Konzerne vorzugehen – und das könnte langfristig das Internet sicherer machen.
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„Stell dir vor, ein Land verdoppelt die Strafen für Instagram und Co., wenn sie Kinder nicht schützen. Genau das macht Australien gerade."
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