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klima Bangladesch · BD

Bangladesch: Grünes Bauen erreicht jetzt auch Büros

290 Kleiderfabriken sind grün zertifiziert - jetzt ziehen in Bangladesch auch Büros und Kliniken nach dem LEED-Standard nach.

24. August 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

In Bangladesch fing der Trend zum grünen Bauen dort an, wo die Umweltbelastung am sichtbarsten war: in der Textilindustrie. Kleidungsfabriken, die für den Weltmarkt produzieren, gerieten wegen Energie- und Wasserverbrauch und teils schlechter Arbeitsbedingungen seit Jahren in die Kritik. Also begannen viele Fabrikbesitzer, ihre Gebäude nach dem internationalen LEED-Standard zertifizieren zu lassen - kurz für Leadership in Energy and Environmental Design, einem System, das misst, wie viel Energie und Wasser ein Gebäude spart und wie gesund die Arbeitsbedingungen darin sind.

Laut dem Verband der Bekleidungshersteller BGMEA zählt Bangladesch inzwischen 290 LEED-zertifizierte Fabriken der Bekleidungsindustrie - 125 davon mit der höchsten Stufe Platin, 145 mit Gold und 16 mit Silber. Damit liegen 53 der 100 weltweit höchstbewerteten LEED-zertifizierten Fabriken in Bangladesch.

Was neu ist: Der Trend springt inzwischen über die Fabrikhallen hinaus. Nach Angaben des US Green Building Council (USGBC) gibt es mittlerweile 35 zertifizierte Bürogebäude in Bangladesch - bei Banken, in Krankenhäusern und in gewöhnlichen Unternehmensbüros. Ein Beispiel ist Unilever Bangladesch: Der Konsumgüterkonzern ließ sein Bürogebäude 2023 mit LEED-Gold zertifizieren und wollte damit zeigen, dass Nachhaltigkeit nicht nur in Fabriken, sondern auch in Büros gilt. „Wir wollten Nachhaltigkeit fest in den täglichen Betrieb integrieren, statt sie als einmaligen Erfolg zu behandeln“, sagt Syeda Durdana Kabir, Personalchefin bei Unilever Bangladesch.

Für ein Land, dessen Wirtschaft stark von der Bekleidungsindustrie abhängt und das selbst besonders unter den Folgen des Klimawandels leidet, ist das mehr als Imagepflege: Wenn sich nachhaltiges Bauen von einer Auflage der internationalen Modeindustrie zu einer eigenen unternehmerischen Priorität entwickelt, wächst die Chance, dass Energie- und Wassereinsparungen künftig auch außerhalb der Fabriktore zur Regel werden - in Büros, Kliniken und Bankfilialen, in denen täglich viele Menschen arbeiten.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Bangladesch hat inzwischen 290 umweltzertifizierte Kleiderfabriken - jetzt ziehen auch Bürogebäude und Kliniken nach."

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