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Bau gestoppt: Vögel brüten auf Baustelle

Ein Paar in Illinois überzeugt Baufirma, den Nestbau von Regenpfeifern zu schützen – die Vögel sind bundesweit geschützt.

In Lockport, einem Vorort von Chicago, haben Ray und Shelly Romolt eine Baustelle gestoppt – für vier Vogeleier. Das Paar hatte auf einem unbebauten Nachbargrundstück ein Nest mit vier gesprenkelten Eiern des Regenpfeifers (Killdeer) entdeckt. Die Vögel brüten am Boden, ihre Nester sind daher extrem anfällig für Bagger und Planierraupen.

Die Romolts, die sich zuvor für bedrohte Vögel am Michigansee interessiert hatten, wussten: Der Killdeer steht unter dem Schutz des US-amerikanischen „Migratory Bird Treaty Act“, eines Bundesgesetzes, das Zugvögel und ihre Nester schützt. Sie wandten sich an die Baufirma D.R. Horton, die das Grundstück gerade erschließen wollte. Ein Mitarbeiter hörte zu, der Konzern schaltete die Naturschutzbehörde von Illinois ein – und gab grünes Licht für den Aufschub.

„Innerhalb eines Tages nach dem Gespräch mit der Umweltpolizei kam der Bauleiter, brachte Absperrband und Kegel um das Nest und versprach, den geplanten Baubeginn zu verschieben, bis die Küken geschlüpft sind“, berichtete die Chicago Tribune. Die Romolts zeigten sich beeindruckt von der Reaktionsfähigkeit des Unternehmens.

Der Killdeer wurde 2024 von der Weltnaturschutzunion (IUCN) von „nicht gefährdet“ auf „potenziell gefährdet“ hochgestuft – ein seltener Schritt nach unten. Wissenschaftler schätzen, dass die Population in den nächsten drei Generationen um 20 Prozent schrumpfen könnte. Genau solche Konflikte zwischen Bauaktivitäten und Brutplätzen tragen dazu bei.

Die Geschichte zeigt, wie lokales Engagement und Unternehmensverantwortung zusammenwirken können. Ein Baukonzern, der auf ein Bundesgesetz hingewiesen wird, stoppt freiwillig die Arbeit – ohne Gerichtsverfahren, ohne öffentlichen Druck. Die Romolts hoffen, dass andere Bauherren ähnlich handeln. „Wir wollen nur, dass sie einen Monat warten“, sagte Shelly Romolt. „Und dann bitte bauen.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Stell dir vor, du findest ein Vogelnest auf einer Baustelle – und die Baufirma stoppt tatsächlich die Arbeit. Genau das ist in Illinois passiert."

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