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Brücke für bedrohte Languren in Malaysia

Eine Baumkronenbrücke hilft Menschen und Affen, in Penang friedlich zu koexistieren

20. Mai 2026 4 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Hintergrund

In Malaysia’s Penang-Staat sind die Dusky Languren (Trachypithecus obscurus) durch Urbanisierung und Lebensraumverlust zunehmend in Wohngebiete gedrängt. Die Tiere, die auf der Roten Liste der IUCN als gefährdet geführt werden, verursachen dort Schäden an Dächern und Gärten. Die malaysische Wildtierbehörde erhält jährlich Tausende Beschwerden über Wildtiere und reagiert oft mit Einfangen, Umsiedlung oder Tötung. Diese Maßnahmen sind jedoch teuer, ineffektiv und ethisch fragwürdig.

Was ist passiert

Das Langur Project Penang (LPP) hat eine Baumkronenbrücke über eine vielbefahrene Straße gebaut, um den Languren eine sichere Passage zu ermöglichen. Die Brücke verbindet isolierte Waldstücke und reduziert die Zeit, die die Affen in Wohngebieten verbringen. Der 64-jährige Anwohner Tan Soo Siah beobachtet die Tiere von seinem Balkon aus und lässt sie auf seinem Mangobaum rasten. Andere Bewohner, die zunächst frustriert waren, zeigen zunehmend Verständnis. Das Projekt setzt auf Citizen Scientists – Freiwillige, die Daten sammeln und die Akzeptanz fördern.

Warum das wichtig ist

Diese Initiative zeigt, dass Koexistenz statt Konfrontation möglich ist. Statt Tiere zu entfernen, setzt LPP auf Bildung und Infrastruktur. Die Brücke senkt nicht nur Konflikte, sondern schützt auch eine bedrohte Art. Der Erfolg hängt stark von lokaler Unterstützung ab – ein Modell, das auf andere Regionen übertragbar ist. In einer Zeit, in der Mensch-Wildtier-Konflikte weltweit zunehmen, bietet dieser Ansatz eine nachhaltige Alternative zu reaktiven Maßnahmen.

Ausblick

Das Projekt plant, weitere Brücken zu bauen und das Modell auf andere Gebiete auszuweiten. Die Zusammenarbeit mit Anwohnern und Behörden zeigt, dass strukturelle Veränderungen im Umgang mit Wildtieren möglich sind. Wenn mehr Gemeinden solche Lösungen übernehmen, könnten Konflikte langfristig reduziert und bedrohte Arten geschützt werden. Der nächste Schritt ist die Skalierung des Citizen-Science-Ansatzes auf andere Städte Malaysias.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„In Malaysia bauen sie eine Hängebrücke für Affen – und senken damit Beschwerden von Anwohnern. Find ich klasse!"

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