Elefanten kehren nach 40 Jahren auf ugandische Seite des Mount Elgon zurück
Mindestens 60 Elefanten überqueren die Grenze von Kenia – ein Erfolg für Artenschutz und grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Hintergrund
Der Mount Elgon, ein erloschener Vulkan an der Grenze zwischen Uganda und Kenia, war einst Teil des natürlichen Lebensraums afrikanischer Elefanten. In den 1970er und 1980er Jahren wurden die Tiere in Uganda jedoch massiv gewildert – viele Elefanten wurden getötet, die Überlebenden flohen oder starben. Seitdem galt die Art auf der ugandischen Seite des Berges als verschwunden. Die kenianische Seite hingegen blieb ein Rückzugsort, wenn auch zunehmend unter Druck durch wachsende menschliche Siedlungen und Landnutzung.
Die Mount Elgon Foundation (MEF) hat sich seit Jahren für den Schutz des Ökosystems eingesetzt. Mit Mitteln aus Gemeindeprojekten und einem Team von 18 Rangern auf kenianischer Seite – Teil des Mount Elgon Elephant Project der East African Wild Life Society – wurden die Bedingungen für eine Rückkehr der Elefanten geschaffen.
Was ist passiert
Bereits 2022 verfolgten die Ranger vier Elefanten, die den Grenzfluss Suam überquerten. Im vergangenen Jahr dokumentierte die Stiftung dann mit Hilfe von GPS-Halsbändern und Drohnenaufnahmen, dass mindestens 60 Elefanten von Kenia nach Uganda wechselten. Die Tiere durchquerten dabei den Nationalpark auf ugandischer Seite, der im Gegensatz zu den kenianischen Gebieten vollständig unter Schutz steht.
Chris Powles, Vorsitzender der MEF, erklärte gegenüber Mongabay, dass mehrere Faktoren diese Rückkehr begünstigt haben könnten: das Wachstum der Elefantenpopulation auf kenianischer Seite, der zunehmende menschliche Druck dort, aber auch die relative Sicherheit auf ugandischer Seite. „Vielleicht sind die Elefanten, die sich noch an die Tötungen in Uganda erinnern, inzwischen eines natürlichen Todes gestorben – und die Erinnerung an die Gefahr ist verblasst“, so Powles.
Warum das wichtig ist
Die Rückkehr der Elefanten ist ein seltenes und ermutigendes Signal in einer Zeit, in der Wildtierbestände weltweit schrumpfen. Sie zeigt, dass grenzüberschreitender Artenschutz und langfristige Gemeindearbeit tatsächlich wirken können. Die Elefanten besiedeln nun wieder einen Teil ihres historischen Verbreitungsgebiets – ein ökologischer Gewinn für das gesamte Bergökosystem, da Elefanten als Schlüsselart Samen verbreiten und Lebensräume gestalten.
Für die Region bedeutet dies auch einen potenziellen Aufschwung des Ökotourismus. Der Mount-Elgon-Nationalpark in Uganda könnte von der Rückkehr der Tiere profitieren, was wiederum Anreize für den Schutz schafft. Die ugandische Wildtierbehörde (UWA) hat die Entwicklung bereits als Erfolg ihrer Schutzbemühungen gewertet.
Ausblick
Die MEF und ihre Partner werden die Elefantenbewegungen weiter überwachen. Offen ist, ob die Tiere dauerhaft auf ugandischer Seite bleiben oder saisonal pendeln. Die Stiftung plant, ihre Gemeindeprojekte auszuweiten, um Konflikte zwischen Menschen und Elefanten zu vermeiden – etwa durch bessere Zäune und Aufklärungsarbeit.
Sollte sich die Population stabilisieren, wäre dies ein Modell für andere Grenzregionen in Afrika. Die Rückkehr der Elefanten nach Mount Elgon ist mehr als eine Tiergeschichte: Sie ist ein Beleg dafür, dass Naturschutz mit Geduld und lokaler Einbindung selbst nach Jahrzehnten der Abwesenheit Wunder bewirken kann.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Stell dir vor: 60 Elefanten kehren nach 40 Jahren zurück – weil Menschen gemeinsam die Natur schützen. Krass, oder?"
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