Ökologie Bayern

EU-Projekt macht Flüsse wieder naturnah

1,2 Millionen Staudämme in Europa werden zurückgebaut, um Ökosysteme zu retten.

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1,2 Millionen Staudämme in Europa werden zurückgebaut, um Ökosysteme zu retten.

Jahrhundertelang hat der Mensch Flüsse begradigt und mit Dämmen verbaut – im Glauben, die Natur zu bändigen. Heute wissen wir: Diese Eingriffe haben die Flüsse krank gemacht. Staudämme, von denen es in Europa rund 1,2 Millionen gibt, blockieren den natürlichen Wasserfluss, zerstören Lebensräume für Fische und andere Tiere und verhindern, dass Auen als natürliche Schwämme wirken. Die Folge: Hochwasser werden nicht verhindert, sondern sogar verstärkt.

Ein EU-weites Rückbauprojekt setzt nun genau hier an. Ziel ist es, Flüsse wieder in ihren natürlichen Zustand zu versetzen – indem unnötige Dämme und Wehre entfernt werden. Das klingt einfach, hat aber enorme Wirkung: Sobald ein Fluss wieder frei fließen kann, kehren Fischarten wie Lachs oder Aal zurück, die auf Wanderung angewiesen sind. Auch die Wasserqualität verbessert sich, weil Sedimente und Nährstoffe wieder natürlich transportiert werden.

In Deutschland wurden bereits mehrere Dämme zurückgebaut, etwa an der Emscher oder der Isar. Die Erfolge sind messbar: Die Artenvielfalt steigt, und die Flüsse können mehr Wasser aufnehmen, was Überschwemmungen abmildert. Das Projekt zeigt, dass es nie zu spät ist, Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Statt die Natur zu bekämpfen, arbeiten wir jetzt mit ihr – und das macht Europas Flüsse gesünder und widerstandsfähiger gegen den Klimawandel.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
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