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Eulen erobern verlassene Kohlemine zurück

50 Jahre nach Schließung brüten Schleiereulen in den Ruinen – ein lebendes Beispiel für Renaturierung

In der englischen Grafschaft Staffordshire liegt ein Ort, der wie ein lebendiges Museum der Industriegeschichte wirkt – und gleichzeitig ein Zeugnis für die Kraft der Natur ist. Die Kohlemine Chatterley Whitfield, einst die größte ihrer Art in der Region und die erste in Großbritannien, die eine Million Tonnen Kohle pro Jahr förderte, wurde 1977 geschlossen. Fünfzig Jahre später kehrt das Leben zurück: Wildblumen sprießen zwischen den rostigen Fördergerüsten, und mehrere Eulenarten haben die verlassenen Gebäude für sich entdeckt.

Der Fotograf Andrew Mason, dessen Vater John in den 1960er Jahren in der Mine arbeitete, hat die Rückkehr der Natur mit der Kamera festgehalten. Mit Erlaubnis des Stadtrats von Stoke-on-Trent, dem das Gelände gehört, baute er ein Versteck auf, von dem aus er die Tiere ungestört beobachten konnte. „Die Zeche ist ein lebendiges Beispiel für Renaturierung“, sagt Mason. „Man kann buchstäblich sehen, wie die Natur sich das Gelände von der industrialisierten Welt zurückholt.“ Besonders beeindruckend: Schleiereulen und Sumpfohreulen haben die hohen Gebäude als Aussichtsposten für die Jagd entdeckt.

Das Gelände umfasst 15 denkmalgeschützte Gebäude und steht auf der Liste des britischen Denkmalschutzprogramms Historic England. Mason plant, bald Wildkameras aufzustellen, um auch Dachse und Füchse zu dokumentieren, die ebenfalls in der verlassenen Mine leben sollen. „Eines der seltsamsten Dinge, die ich sah, waren wilde Erdbeeren, die auf alten Kohlehalden wuchsen“, erzählt er. „Es war faszinierend zu sehen, wie die Natur sich alles zurückholt.“

Die Geschichte von Chatterley Whitfield ist mehr als eine lokale Kuriosität. Sie zeigt, dass selbst stark industrialisierte Landschaften sich erholen können, wenn man ihnen Zeit und Raum gibt. Nach der Schließung 1977 wurde die Mine kurzzeitig als Bergbaumuseum wiedereröffnet und zog jährlich Zehntausende Besucher an, bevor sie 1993 endgültig schloss. Heute ist sie ein stilles Monument des Wandels – und ein lebendiger Beweis dafür, dass Renaturierung nicht immer teurer Planung bedarf, sondern manchmal einfach darin besteht, die Natur gewähren zu lassen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„Schleiereulen haben eine verlassene Kohlemine in England zurückerobert – 50 Jahre nach Schließung! 🌿🦉"

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