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Evakuierung tausender Seeleute aus der Straße von Hormus beginnt

Über 11.000 Seeleute werden aus der Kriegszone evakuiert – ein Friedensabkommen macht es möglich.

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Über 11.000 Seeleute werden aus der Kriegszone evakuiert – ein Friedensabkommen macht es möglich.

Die Internationale Seeschifffahrts-Organisation (IMO) hat mit der Evakuierung von über 11.000 Seeleuten begonnen, die seit Wochen in der Straße von Hormus festsitzen. Die Wasserstraße zwischen dem Persischen Golf und dem Golf von Oman ist eine der wichtigsten Handelsrouten der Welt – und seit dem Beginn der israelisch-amerikanischen Bombardierung des Iran am 28. Februar zum Kriegsgebiet geworden. 14 Seeleute kamen bei Angriffen ums Leben, Hunderte Schiffe liegen seitdem fest.

Die Evakuierung ist direkt an die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran gekoppelt. Beide Länder unterzeichneten letzte Woche eine Absichtserklärung, die nun erste konkrete Ergebnisse zeigt. Die IMO hat zwei temporäre neue Fahrrouten ausgewiesen: eine nördliche Route nahe der iranischen Küste und eine südliche durch die Gewässer Omans und der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Iran und Oman übernehmen die Sicherheit in ihren Hoheitsgewässern.

Die Schiffe werden in Gruppen eingeteilt und erhalten einen genauen Abfahrtstag. Die Kapitäne wurden angewiesen, sich nicht von allein in Bewegung zu setzen, sondern auf Kontakt durch die Küstenstaaten zu warten. Besondere Vorsicht gilt wegen der Gefahr von Seeminen. Die IMO betont, dass die Schiffe jederzeit zu Sicherheits- oder Militärzwecken gestoppt werden können.

Die Evakuierung ist ein erster Schritt zur Normalisierung der Schifffahrt in der Region. Vor dem Krieg passierten täglich etwa 130 Schiffe die Straße von Hormus, zuletzt waren es nur noch 20 bis 30 pro Tag. Die IMO erwartet, dass die Zahl nun wieder steigt. Der Schifffahrtsstopp hatte weltweit Energiekrisen ausgelöst, besonders in Entwicklungsländern.

Die philippinische Dritte Offizierin Clarisse Bangga, die kürzlich evakuiert wurde, beschreibt die psychische Belastung der Besatzungen: „Man weiß nicht, wann der Krieg endet, man weiß nicht, wann das Schiff sicher passieren kann. Jeden Tag gibt es Raketenangriffe, Drohnenangriffe, Alarme – man weiß nie, was passiert.“ Sie betont, wie wichtig es sei, den noch festsitzenden Seeleuten wirtschaftliche und operative Unterstützung zu bieten, um den Stress zu lindern.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von UN News.
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