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Fischer schützen das Meer vor Kap Verde

190 Fischer überwachen illegalen Fischfang und sammeln Daten – seit 10 Jahren.

07. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Alberto Martius ist Fischer auf der Insel Fogo im Inselstaat Kap Verde vor der Küste Westafrikas. Wenn er mit seinem 18-jährigen Sohn Leandro aufs Meer hinausfährt, tut er mehr, als nur Fische zu fangen: Er hält Ausschau nach illegalen Aktivitäten und beobachtet Meerestiere. „Ich bin stolz, dass mein Sohn in meine Fußstapfen tritt und das Meer schützt“, sagt Martius. „Fast jeden Tag patrouilliere ich hier, um die Meerestiere zu überwachen und dafür zu sorgen, dass sie wieder so zahlreich werden wie zu meiner Kindheit.“

Martius ist einer von rund 190 Fischern, die sich freiwillig an der Initiative „Guardians of the Sea“ (Wächter des Meeres) beteiligen. Das Programm feierte im Juni 2024 sein zehnjähriges Bestehen. Es wird von acht lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen getragen und auf nationaler Ebene von der Maio Biodiversity Foundation geleitet. Die Idee: Fischer, die ohnehin täglich auf dem Wasser sind, werden zu geschulten Beobachtern ausgebildet. Sie dokumentieren Meerestiere wie Wale, Delfine und Schildkröten und melden illegale Fischerei oder Umweltverstöße.

Gestartet ist das Programm 2016 auf der Insel Maio. Bis 2024 hat es sich auf sieben der zehn Inseln des Archipels ausgeweitet – zuletzt auf São Antão, wo 30 neue Wächter dazukamen. Die Fischer sind ein zentraler Pfeiler der kapverdischen Wirtschaft und Identität: Das Land hat rund 1.535 Boote, von einfachen Holzbooten bis zu halbindustriellen Schiffen. Die Fischerei sichert den Lebensunterhalt vieler Küstenfamilien.

Das Besondere an dem Programm: Es verbindet traditionelles Wissen mit systematischer Datensammlung. Die Fischer kennen die Gewässer seit Jahrzehnten und bemerken Veränderungen sofort. Ihre Meldungen helfen Wissenschaftlern und Behörden, den Zustand der Meeresökosysteme besser zu verstehen und Schutzgebiete effektiver zu managen. Gleichzeitig stärkt das Programm das Bewusstsein für nachhaltige Fischerei in den Gemeinden.

„Ich habe das Gefühl, das Richtige zu tun, um das Meer zu schützen“, sagt Martius. Die Initiative zeigt, dass Umweltschutz nicht von oben verordnet werden muss, sondern aus der Gemeinschaft selbst wachsen kann. Nach zehn Jahren ist „Guardians of the Sea“ ein Erfolgsmodell – und ein Beispiel dafür, wie lokale Helfer globale Probleme anpacken.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„190 Fischer in Kap Verde patrouillieren freiwillig das Meer – und das seit 10 Jahren. Ehrenamtlicher Umweltschutz vom Boot aus."

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