Florenz weitet Verbot von Kurzzeitmieten aus
Nach historischem Zentrum nun 9 weitere Bezirke: strengere Regeln für Airbnb & Co. sollen Wohnraum für Einheimische sichern.

In Florenz wird der Kampf gegen die Wohnungsnot konkreter. Die Stadtregierung hat einen Beschluss erlassen, der Kurzzeitmieten – also Vermietungen über Plattformen wie Airbnb – in neun weiteren Bezirken einschränkt. Bereits vor einem Jahr war ein solches Verbot für den historischen Stadtkern eingeführt worden. Nun wird es verschärft und auf umliegende Viertel ausgeweitet. Wohnungsbesitzer, die bereits Wohnungen kurzzeitig vermieten, haben drei Jahre Zeit, sich an die neuen Auflagen anzupassen. Dazu gehören höhere Sicherheitsstandards sowie eine Mindestgröße von 28 Quadratmetern für die gesamte Wohnung und neun Quadratmetern für einzelne Zimmer.
Vermieterverbände hatten bereits gegen die erste Regelung geklagt – doch das regionale Verwaltungsgericht der Toskana wies die Klage zurück. Damit ebnete es den Weg für den aktuellen Beschluss. Die Stadt argumentiert, dass Kurzzeitvermietungen den Wohnungsmarkt für Einheimische verknappen und die Mieten in die Höhe treiben. In beliebten Touristenzentren wie Florenz werden immer mehr Wohnungen ganzjährig an Urlauber vermietet, statt an Menschen, die dort leben und arbeiten. Das führt zu steigenden Mieten und dazu, dass immer weniger bezahlbarer Wohnraum für die lokale Bevölkerung zur Verfügung steht.
Die Entscheidung aus Florenz könnte Signalwirkung für andere europäische Städte haben. Viele Metropolen – von Barcelona über Amsterdam bis Berlin – ringen mit ähnlichen Problemen und suchen nach Wegen, die Wohnungsnot zu bekämpfen. Florenz zeigt nun, dass rechtliche Hürden überwindbar sind, wenn der politische Wille da ist. Die Klage der Vermieterverbände scheiterte vor Gericht – ein wichtiges Präzedenzurteil. Für die Einwohner der toskanischen Hauptstadt bedeutet das: mehr bezahlbarer Wohnraum, weniger Lärm und weniger Fluktuation in ihren Vierteln. Für deutsche Touristen heißt es hingegen: Die Auswahl an Ferienwohnungen in Florenz wird kleiner – aber die Stadt bleibt lebendig, weil sie nicht nur aus Hotels und Ferienappartements besteht.
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- Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Perspective Daily.
- Florenz · Stadt
- KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.