Handyfasten: 72.000 Jugendliche fühlen sich besser
Ein Experiment mit 72.000 Jugendlichen zeigt: Weniger Smartphone verbessert Schlaf und Laune.

„Leg doch mal das Handy weg!“ – diesen Satz haben Eltern hunderte Male gesagt, Jugendliche noch öfter gehört. 72.000 Schülerinnen und Schüler, hauptsächlich aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, haben genau das gemacht und für ein Experiment im März 2026 ihre Smartphones ausgeschaltet. Bevor, während und nachdem die Handys ausgeschaltet wurden, füllten rund 46.000 der 72.000 Teilnehmenden wissenschaftliche Onlinebefragungen aus. Darin beantworteten sie Fragen vor allem zur psychischen Gesundheit, zu Schlafgewohnheiten und zum Verhalten in Bezug auf ihr Smartphone.
Vor Beginn des Tests berichtete die Hälfte aller Befragten von leichten bis mittelschweren Schlafstörungen und knapp 60 Prozent von leichten bis schwereren Symptomen einer Depression. Etwa 71 Prozent von ihnen zeigten zudem ein problematisches oder pathologisches Internetnutzungsverhalten – das heißt, sie nutzten das Internet so exzessiv, dass es ihr Leben beeinträchtigte. Nach der handyfreien Woche verbesserten sich die Werte deutlich: Die Schlafqualität stieg, depressive Symptome gingen zurück und die Jugendlichen fühlten sich insgesamt ausgeglichener.
Das Experiment ist eines der größten seiner Art und zeigt, wie stark die ständige Nutzung von Smartphones junge Menschen belasten kann. Die Ergebnisse sind ein starkes Signal an Schulen und Familien, dass bewusste Handypausen nicht nur gut gemeint, sondern wissenschaftlich wirksam sind. Viele Schulen überlegen nun, regelmäßige handyfreie Zeiten einzuführen – ein Schritt, der langfristig die psychische Gesundheit einer ganzen Generation fördern könnte.
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„72.000 Jugendliche haben eine Woche ohne Handy verbracht – und es ging ihnen besser. Hättest du den Mut, es auch zu probieren?"
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