Frankreich schützt 370.000 Hektar Regenwald in Französisch-Guayana
Neues Naturschutzgebiet bewahrt einzigartige Granitberge und artenreichen Regenwald – ein Schritt zum 10%-Schutzziel.

Französisch-Guayana, ein Übersee-Département Frankreichs an der Nordostküste Südamerikas, ist ein Paradies der Artenvielfalt. Über tausend Baumarten wachsen hier, und 41 Prozent der Landfläche bestehen allein aus Amazonas-Regenwald. Hinzu kommen weitere Waldtypen. Das Gebiet gehört zur sogenannten Guayana-Schild-Region, die sich über mehrere Länder erstreckt und zu den artenreichsten der Erde zählt.
Die französische Regierung hat nun im Rahmen eines neuen Wildnis-Schutzgesetzes das Naturschutzgebiet „Rocky Peaks of Armontabo“ ausgewiesen. Es umfasst 370.000 Acres – umgerechnet rund 150.000 Hektar – und schützt riesige, isolierte Granitberge, die aus dem Regenwald ragen. Diese Felsen sind nicht nur landschaftlich spektakulär, sondern auch ökologisch wertvoll, da sie einzigartige Lebensräume bieten.
Das Gesetz sicherte außerdem sieben weitere Landschaften im französischen Mutterland, die zusammen aber nur gut 2.400 Acres (knapp 1.000 Hektar) ausmachen. Der Schwerpunkt liegt eindeutig auf Französisch-Guayana. Mit dem neuen Reservat kommt Frankreich seinem Ziel näher, bis 2030 zehn Prozent seines Territoriums unter „strengen Schutz“ zu stellen. Für Französisch-Guayana ist damit fast das Ziel erreicht, 180.000 Hektar zusätzlich zu schützen.
Monique Barbut, Frankreichs Ministerin für den ökologischen Wandel, erklärte: „Konkret bedeutet das weniger Druck auf die natürlichen Lebensräume und einen stärkeren Schutz für Arten und ihre Lebensräume.“ Die Region wird damit zu einem der am besten geschützten Gebiete Südamerikas. Bereits zuvor gab es den Guayana-Amazonas-Nationalpark, einen der größten Nationalparks der Welt. Und auch das Nachbarland Suriname kündigte im vergangenen Jahr den Schutz von 25 Millionen Acres (rund 10 Millionen Hektar) an.
Re:wild, eine international tätige Naturschutzorganisation, berichtet, dass in Französisch-Guayana mehr als 700 Vogelarten, 100 Amphibienarten und Säugetiere wie Flachlandtapire, Jaguare, Riesenotter und acht verschiedene Primaten vorkommen. Russell Mittermeier, Chef-Wissenschaftler von Re:wild, lobte die Entscheidung Surinames als „historisch und beispiellos“ und sagte: „Das setzt einen neuen Standard für die gesamte Amazonasregion, die in den letzten Jahrzehnten unter schwerer Entwaldung gelitten hat.“
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Frankreich schützt 150.000 Hektar Regenwald in Südamerika – ein Gebiet so groß wie 210.000 Fußballfelder."
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