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Frauen führen jetzt Safaris durch Indiens Tigerreservate

Ein Ausbildungsprogramm machte 270 Menschen zu Guides, 35 davon Frauen, in einem Beruf, der bis 2015 nur Männern offenstand.

2010 lobte ein Tourist im Tadoba-Andhari-Tigerreservat in Indien die Wildtierkenntnisse von Shahnaz Suleman Baig so sehr, dass sie beschloss, selbst Guide zu werden. Fünf Jahre später stellte die Forstbehörde sie und fünf weitere Frauen ein, als erste Safari-Führerinnen des Reservats im Bundesstaat Maharashtra.

Safariguide ist in den meisten Ländern noch immer ein Männerberuf. Dieses Bild bröckelt gerade gleichzeitig in mehreren Ländern. In Tadoba arbeiten inzwischen 52 Frauen als Guides. 2018 startete der Reiseveranstalter Pugdundee Safaris das Programm ProNat, offen für alle jungen Frauen und Männer mit Interesse an Naturschutz. Von den mehr als 270 Absolventinnen und Absolventen arbeiten 35 Frauen heute in Nationalparks und Tigerreservaten in ganz Indien.

Auch andernorts wächst das Netzwerk. In Bandhavgarh hat die Naturführerin Ratna Singh seit 2010 über 2.500 Menschen ausgebildet, darunter 250 Frauen, viele ohne vorherigen Zugang zu einem festen Job. In Botswana leitet die Chobe Game Lodge seit 2010 das erste rein weibliche Guide-Team Afrikas, die Chobe Angels. Mehr als die Hälfte der rund 100 Frauen, die heute landesweit als Guides arbeiten, hat dort begonnen.

Für Baig hat sich der Job direkt ausgezahlt. Mit bis zu 14 US-Dollar Tageslohn und oft ebenso viel Trinkgeld konnte sie ihre Kinder auf eine bessere Schule in Chandrapur schicken.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In Tadobas Tigerreservat arbeiten inzwischen 52 Frauen als Guides"

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