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gemeinschaft Tansania · TZ

Frauen patrouillieren vor Tansania zum Schutz des Meeres

Auf Pemba überwachen sieben Frauen die Fischfangverbote und helfen so, die Bestände zu erholen.

27. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Auf der tansanischen Insel Pemba, die zum Sansibar-Archipel gehört, patrouillieren Frauen die Gewässer – eine Aufgabe, die traditionell Männern vorbehalten war. Amina Gharib Issa, 55 Jahre alt, ist eine von ihnen. Sie war früher selbst Fischerin, doch als die Fischbestände immer weiter zurückgingen, beschloss die Gemeinschaft, zeitweise Fischereiverbote zu verhängen. Diese sogenannten temporären Schließungen erlauben es dem Meeresleben, sich zu erholen. Issa ist nun Teil eines siebenköpfigen Patrouillenteams, das etwa achtmal im Monat ausfährt, um Boote, Fanggeräte und Lizenzen zu kontrollieren. Die Arbeit ist anstrengend – oft stundenlang auf dem Wasser, manchmal bei rauer See – und wird mit etwa acht Dollar pro Tag entlohnt.

In Pemba sind Frauen zwar in der Fischerei stark vertreten, doch auf Patrouille mit Männern zu gehen, ist ungewöhnlich. Die mehrheitlich muslimische Gemeinschaft hat strenge Geschlechterrollen. „Manche Frauen dürfen nicht von ihren Ehemännern mitmachen“, erklärt Ali Said Hamad, ein erfahrener Mitarbeiter des Mwambao-Teams, das die gemeinschaftlichen Schutzprogramme unterstützt. Issa hatte Glück: Ihr Mann unterstützt ihre Entscheidung. Die Patrouillen sind Teil eines breiteren, von der Gemeinschaft getragenen Naturschutzansatzes, der darauf abzielt, die Fischbestände nachhaltig zu bewirtschaften.

Die Initiative zeigt, wie lokale Gemeinschaften selbst aktiv werden, wenn staatliche Kontrollen fehlen. Statt auf externe Behörden zu warten, setzen die Bewohner auf Eigenverantwortung. Die Frauen spielen dabei eine Schlüsselrolle – nicht nur als Hüterinnen des Meeres, sondern auch als Vorbilder für eine veränderte Rollenverteilung. Langfristig könnte dieses Modell nicht nur die Fischbestände retten, sondern auch die wirtschaftliche Basis der Insel sichern. Denn intakte Meeresökosysteme bedeuten mehr Fische, mehr Einkommen und stabilere Lebensverhältnisse für alle.

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„Auf Pemba patrouillieren Frauen das Meer, um Fischbestände zu schützen – und trotzen dabei alten Rollenbildern."

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