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Gärtnern in der Arbeitszeit macht glücklich

Eine Stunde pro Woche auf dem Firmenacker senkt Stress und stärkt das Teamgefühl.

Pia Dexheimer klappt ihren Laptop um 15:00 Uhr zu. Früher wäre sie sitzen geblieben, hätte ihre müden Augen auf den Bildschirm gezwungen und weitergearbeitet. Heute folgt sie ihren Kolleg:innen nach draußen, wo der Geruch nach Holztischen und Betonboden schwächer wird und der Duft nach frischem Gras überhandnimmt. Die sechsköpfige Gruppe versammelt sich auf dem Firmen-Acker – einem breiten Streifen Feld, aus dem erste Pflänzchen hervorragen. In der Mitte stehen kleine Gewächshäuser, dazwischen Obstbäume. Die Mitarbeitenden verteilen sich. Wie Bienen schwirren sie umher, jede:r auf das eigene Ackerstück konzentriert.

Seit einem Jahr ist Pia bei 'Acker' Recruiterin. Das Sozialunternehmen führt bei interessierten Firmen die Ackerpause ein – die eine Stunde in der Woche, die auch die eigenen Mitarbeitenden an der frischen Luft verbringen, um als Team zusammenzuwachsen und einen mentalen Ausgleich zu erhalten. Die Idee ist einfach: Statt einer weiteren Kaffeepause oder einem Meeting im Besprechungsraum gehen die Kollegen gemeinsam raus, graben Löcher, topfen Setzlinge um oder jäten Unkraut. Jede Bewegung bringt sie gedanklich weg vom letzten Meeting, ins Hier, wo sie nur noch die Erde zwischen ihren Fingern spüren, die Sonne im Gesicht, das Zwitschern der Vögel im Ohr.

Die Wirkung ist messbar: Studien zeigen, dass regelmäßige Naturkontakte Stresshormone senken, die Konzentration steigern und das allgemeine Wohlbefinden fördern. Die Ackerpause kombiniert diese Effekte mit sozialer Interaktion und sinnstiftender Tätigkeit. Für Unternehmen ist das nicht nur ein nettes Extra, sondern eine Investition in die Gesundheit und Bindung ihrer Mitarbeiter. Die Ackerpause ist ein Beispiel dafür, wie kleine Veränderungen im Arbeitsalltag große positive Wirkung entfalten können – ohne teure Coachings oder komplexe Programme. Einfach rausgehen, anpacken, gemeinsam wachsen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, du bekommst eine bezahlte Stunde pro Woche zum Gärtnern – und wirst dabei glücklicher und produktiver."

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