Hambacher Forst darf zum Urwald werden
Nach jahrelangem Protest wird der Hambacher Forst dauerhaft geschützt – ein Symbol des Kohleausstiegs.

Der Hambacher Forst, kurz Hambi, ist einer der bekanntesten Wälder Deutschlands. Er wurde zum Symbol des Widerstands gegen die Braunkohleverstromung, als Aktivistinnen und Aktivisten 2018 mit dem Slogan „Hambi bleibt“ gegen die Rodung protestierten. Das Oberverwaltungsgericht Münster verhängte damals einen vorläufigen Rodungsstopp, und zwei Jahre später beschloss die damalige Regierung den Kohleausstieg bis 2038. Nun gibt es eine weitere gute Nachricht: Hambi darf nicht nur bleiben, sondern wieder wachsen.
Am 9. Juni einigten sich das nordrhein-westfälische Wirtschafts- und Umweltministerium, die Kommunen, der Energiekonzern RWE und Naturschutzverbände darauf, den noch bestehenden Wald dauerhaft zu sichern. Der Hambacher Forst soll sich künftig ohne menschliche Eingriffe zu einem Urwald entwickeln. Das bedeutet, dass Bäume ungestört wachsen und sterben dürfen, was seltenen Tier- und Pflanzenarten zugutekommt.
Der Wald ist ein wichtiger Lebensraum für bedrohte Arten wie die Bechsteinfledermaus und den Kammmolch. Durch die dauerhafte Sicherung wird dieser Lebensraum erhalten und kann sich weiterentwickeln. Die Einigung zeigt, dass sich jahrelanger zivilgesellschaftlicher Protest auszahlen kann. Der Hambacher Forst bleibt nicht nur ein Symbol, sondern wird zu einem echten Schutzgebiet.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Hambi bleibt nicht nur, er darf jetzt richtig wild werden – der ganze Wald wird zum Urwald!"
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