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Hanf, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle reinigen vergiftete Äcker

Yale-Forschende zeigen: Die Mischung senkt PFAS-Gift in Böden binnen 10 Jahren unter den Grenzwert - deutlich günstiger als bisher.

PFAS sind eine Gruppe künstlich hergestellter Chemikalien, die in unzähligen Alltagsprodukten stecken - von beschichteten Pfannen über Regenjacken bis zu Feuerlöschschaum. Ihr Problem: Sie zerfallen in der Natur so gut wie nicht, weshalb sie oft "Ewigkeitschemikalien" genannt werden. Über Jahrzehnte reichern sie sich in Böden und Gewässern an und können über Nutzpflanzen und Trinkwasser in den menschlichen Körper gelangen.

Bislang war die Reinigung von PFAS-belasteten Böden aufwendig und teuer: Meist muss verseuchte Erde ausgetauscht oder durch spezielle Filteranlagen gepumpt werden. Ein Forschungsteam der US-amerikanischen Universität Yale hat nun einen deutlich günstigeren Weg untersucht.

Die Idee: Statt einer einzelnen High-Tech-Lösung kombinieren die Forschenden drei einfache und kostengünstige Zutaten. Hanf, eine schnell wachsende Nutzpflanze, kann PFAS aus dem Boden aufnehmen. Gesteinsmehl, feines gemahlenes Gestein, verändert die Bodenchemie so, dass die Schadstoffe schwerer beweglich werden. Pflanzenkohle, ein poröses Material aus verkohlten Pflanzenresten, bindet die Giftstoffe zusätzlich.

Laut der Studie kann diese Kombination belastete Böden innerhalb von etwa zehn Jahren unter die geltenden Sicherheitsschwellen für PFAS bringen - und das zu einem Bruchteil der Kosten herkömmlicher Sanierungsverfahren.

Für die Landwirtschaft wäre das ein bedeutender Fortschritt: PFAS-belastete Flächen mussten bislang oft aufgegeben oder für die Lebensmittelproduktion gesperrt werden, weil eine Sanierung schlicht zu teuer war. Ein günstiges, pflanzenbasiertes Verfahren könnte deutlich mehr Betrieben eine realistische Perspektive geben, ihre Böden wieder sicher zu bewirtschaften.

Die Methode ist noch nicht in großem Maßstab im Einsatz, doch sie zeigt einen vielversprechenden Weg, wie sich ein globales Umweltproblem mit vergleichsweise einfachen Mitteln angehen lässt - ohne aufwendige Chemieanlagen, dafür mit Pflanzen und Gestein.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Hanf, Gesteinsmehl und Pflanzenkohle könnten vergiftete Äcker retten - Yale-Forschende haben's gerade gezeigt."

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