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Inselfestival feiert Natur statt Stars

Über 100 Gemeinschafts-Events auf der Isle of Wight ersetzen große Bühnen und teure Tickets.

Während viele Sommerfestivals unter steigenden Kosten ächzen und immer höhere Ticketpreise verlangen, zeigt eine kleine Insel vor der englischen Südküste, wie es anders geht. Das Isle of Wight Biosphere Festival, das vom 27. Juni bis 5. Juli stattfindet, kommt ganz ohne große Bühnen, teure Headliner und riesige Besuchermassen aus. Stattdessen gibt es mehr als 100 Veranstaltungen, die von der Gemeinschaft selbst organisiert werden – an Stränden, in Bibliotheken, Wäldern, Naturschutzgebieten, Kunstzentren und Dorfgemeinschaftshäusern.

Das Festival feiert den Status der Insel als UNESCO-Biosphärenreservat – eine Auszeichnung, die nur sieben Regionen in Großbritannien tragen. „Viele Menschen hier wussten gar nicht, dass wir diesen Status haben oder was er bedeutet“, sagt Festivalproduzentin Martha Henson. Ein Biosphärenreservat ist ein Gebiet, in dem Mensch und Natur in Einklang leben sollen – mit nachhaltiger Wirtschaft, Naturschutz und Bildung. Das Festival zeigt nun, was das konkret heißt: geführte Wanderungen, Strandreinigungen, Kunstinstallationen, Wildkräuter-Workshops, Yoga am Meer oder eine UV-Nachtwanderung, bei der man die Welt durch die Augen von Insekten sieht.

Das Besondere an diesem Modell: Es ist nicht auf Profit ausgelegt, sondern auf Teilhabe. Die meisten Events sind kostenlos oder sehr günstig. Finanziert wird das Festival durch kleine Zuschüsse und Spenden – in den ersten beiden Jahren ausschließlich durch ehrenamtliche Arbeit. In diesem Jahr ermöglicht ein Zuschuss von knapp 20.000 Pfund aus dem National-Lottery-Gemeinschaftsfonds die Bezahlung von zwei Koordinatoren und einigen befristeten Stellen. „Wir wollen das Festival so zugänglich wie möglich halten“, sagt Henson. „Wenn wir Geld von der Gemeinschaft verlangen würden, würde es sich anfühlen, als würden wir etwas wegnehmen, statt etwas zurückzugeben.“

Das Festival ist mehr als eine Veranstaltungsreihe – es ist ein lebendiges Netzwerk lokaler Initiativen. Menschen mit ähnlichen Interessen treffen sich, tauschen Ideen aus, und es entstehen neue Kooperationen. „Eine Teilnehmerin sagte letztes Jahr, es sei ‚Nahrung für die Seele‘ gewesen“, erzählt Henson. Für eine Insel, die oft mit Strandurlaub und Eimerchen und Schäufelchen assoziiert wird, zeigt das Biosphere Festival eine andere Seite: eine, die von Gemeinschaftssinn, Naturverbundenheit und Kreativität geprägt ist.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: ein Festival ohne Headliner, aber mit 100 Events von Nachbarn – und fast alles kostenlos! Genau das passiert auf der Isle of Wight."

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