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Junge Menschen wollen Familie, aber Barrieren bremsen sie

UN-Umfrage: 57% sehen wirtschaftliche Hürden für Partnerschaft und Elternschaft

Beat: Gesellschaft & Bildung · Offizielle Statistik
07. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: UN News

Die Geburtenraten sinken weltweit – doch das liegt nicht daran, dass junge Menschen keine Lust auf Familie haben. Das zeigt eine neue, groß angelegte Umfrage des UN-Bevölkerungsfonds (UNFPA). Mehr als 108.000 Erwachsene zwischen 18 und 39 Jahren aus 73 Ländern wurden befragt. Das Ergebnis: Über zwei Drittel wünschen sich eine Ehe oder feste Partnerschaft, und fast 80 Prozent sehen eine stabile Beziehung als wichtige Voraussetzung für eigene Kinder.

Doch die Realität sieht anders aus. Rund ein Viertel der 25- bis 39-Jährigen gab an, einen Partner zu wollen, aber single zu sein – und nicht zu daten. Männer berichteten das häufiger als Frauen. Als größte Hürde für eine feste Beziehung oder Heirat nannten 57 Prozent der Befragten wirtschaftliche und wohnungsbezogene Zwänge. Auch für die Entscheidung für Kinder stehen finanzielle Sicherheit, ein stabiler Job und psychologische Bereitschaft ganz oben auf der Liste.

Die Studie räumt mit mehreren Mythen auf. So wird oft behauptet, Feminismus sei schuld am Geburtenrückgang. Tatsächlich zeigen die Daten, dass viele Frauen immer noch wenig Kontrolle über ihren Körper haben: Rund ein Viertel kann nicht selbst über die eigene Gesundheitsversorgung entscheiden, und ebenso viele können nicht Nein zu Sex sagen. Die Einstellungen zu Familienfragen waren bei Männern und Frauen ähnlich – nur bewerteten Frauen die Hürden wie finanzielle Sorgen oder Gesundheitsprobleme als schwerwiegender.

Auch das Gerücht, junge Erwachsene seien zu egoistisch für Kinder, wird widerlegt. Der häufigste Grund für den Kinderwunsch war schlicht die Freude und das Glück, das Kinder bringen. Die meisten Befragten haben bereits Kinder. Und unter den 35- bis 39-Jährigen ohne Kinder wollen immer noch 79 Prozent der Männer und 72 Prozent der Frauen Eltern werden. „Die meisten Menschen verweigern sich nicht aus Egoismus der Elternschaft, und sie warten auch nicht auf eine bessere Rendite ihrer Investition“, so UNFPA.

Die sinkenden Geburtenraten sind also kein Zeichen von Werteverfall, sondern ein Signal: Junge Menschen brauchen bessere Rahmenbedingungen. „Wenn wir finanzielle Hürden abbauen und ihre Entscheidungsfreiheit unterstützen, können sie die richtigen Entscheidungen für sich treffen“, sagt Diene Keita, Exekutivdirektorin von UNFPA. Die Studie fordert dazu auf, nicht zu fragen, ob junge Menschen Familie wollen – sondern was sie brauchen, um diesen Wunsch zu verwirklichen.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Die meisten jungen Leute wollen heiraten und Kinder kriegen – aber können nicht, weil Wohnungen und Jobs fehlen. Eine UN-Studie zeigt, was wirklich los ist."

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