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Koalition stellt Kinderrechte ins Zentrum des KI-Zeitalters

17 Staaten und UN-Organisationen verpflichten sich, Kinder als Rechteinhaber in die Gestaltung von KI einzubeziehen.

Beat: Gesellschaft & Bildung · Offizielle Statistik
07. Juli 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: UN News

Künstliche Intelligenz ist längst Teil des Alltags von Kindern – von Lern-Apps über soziale Netzwerke bis hin zu Algorithmen, die entscheiden, welche Inhalte sie sehen. Bisher wurden ihre Rechte und ihre Sicherheit oft erst dann thematisiert, wenn Probleme auftraten. Eine neue internationale Koalition, die am Dienstag in Genf gegründet wurde, will diesen Ansatz grundlegend ändern.

Die „Koalition für Kinderrechte und -schutz im Zeitalter der Künstlichen Intelligenz“ bringt Regierungen, UN-Organisationen, Technologieunternehmen, Bildungsexperten und Kinderhilfsorganisationen zusammen. Ihr gemeinsamer Ausgangspunkt ist die UN-Kinderrechtskonvention, der am weitesten ratifizierte Menschenrechtsvertrag der Welt. Die Gründung erfolgte im Rahmen des UN Global Dialogue on AI Governance, einer zweitägigen Konferenz zur globalen KI-Steuerung.

Zu den Gründungsmitgliedern der UN gehören unter anderem das Kinderhilfswerk UNICEF, die Bildungs- und Kulturorganisation UNESCO, die Internationale Fernmeldeunion (ITU) und das UN-Menschenrechtsbüro. Bislang haben sich 17 Staaten der Koalition angeschlossen: Österreich, Brasilien, Bulgarien, Kanada, Tschechien, El Salvador, Estland, Frankreich, Indonesien, Italien, Japan, Kenia, Luxemburg, Marokko, die Niederlande, Südkorea und Spanien.

Die Kernforderung der Koalition ist eine einfache, aber wirkungsvolle Verschiebung der Perspektive: Kinder sollen nicht länger nur als Nutzer von Technologie betrachtet werden, die im Nachhinein geschützt werden müssen. Stattdessen sind sie Rechteinhaber, deren Stimmen bereits bei der Entwicklung von KI-Systemen gehört werden müssen. Die Mitglieder haben sich verpflichtet, die Perspektiven von Kindern in die Gestaltung, Einführung und Überwachung von KI-Systemen einzubeziehen – nicht als bloße Konsultation, sondern als rechtliche Verpflichtung gemäß dem Recht des Kindes auf Gehör.

Die Gründung folgt auf den Aufruf des UN-Generalsekretärs zu einer „KI-Kindersicherheitsverpflichtung“, den er in seiner Eröffnungsrede zum Global Dialogue on AI am Montag gemacht hatte. Die Koalitionsmitglieder wollen bewährte Verfahren austauschen und sicherstellen, dass die Ansichten von Kindern tatsächlich in Entscheidungen über Systeme einfließen, die ihr Leben betreffen – und nicht erst als Fußnote behandelt werden, wenn diese Systeme bereits existieren.

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„17 Länder sagen: Kinder sollen mitentscheiden, wie KI gebaut wird – nicht nur geschützt werden, wenn's zu spät ist."

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