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Kalifornien fördert grünen Wasserstoff als erneuerbare Energie

Neues Gesetz SB 1350 macht grünen Wasserstoff förderfähig und schließt eine Lücke im kalifornischen Stromnetz.

Kalifornien hat ein Problem mit seiner grünen Bilanz. Zwar stammen rund 60 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen – doch die restlichen 40 Prozent kommen vor allem dann zum Einsatz, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht weht. In diesen Momenten springen fossile Kraftwerke ein. Genau hier setzt eine neue Technologie an: grüner Wasserstoff. Er wird hergestellt, indem man mit überschüssigem Solar- oder Windstrom Wasser in seine Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff spaltet. Der Wasserstoff lässt sich speichern und später in Brennstoffzellen oder Gasturbinen wieder in Strom umwandeln. So kann Energie, die an einem sonnigen Mittag erzeugt wurde, auch im Januar um zwei Uhr nachts genutzt werden.

Mit der Unterzeichnung des Gesetzes SB 1350 durch Gouverneur Gavin Newsom wird grüner Wasserstoff nun offiziell als erneuerbare Energiequelle im Rahmen des Renewables Portfolio Standard anerkannt. Das bedeutet: Kraftwerke, die grünen Wasserstoff nutzen, erhalten finanzielle Anreize in Form von Zertifikaten. Diese können sie an andere Einrichtungen verkaufen, die die Vorgaben nicht erfüllen. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müssen die Anlagen drei Bedingungen erfüllen: Der Wasserstoff muss aus staatlich zertifizierten erneuerbaren Quellen stammen, mindestens 20 Prozent des Brennstoffgemischs muss grüner Wasserstoff sein, und die Nutzung muss nachweislich die Luftverschmutzung reduzieren.

Das Gesetz wurde in beiden Kammern des kalifornischen Parlaments einstimmig verabschiedet. Eingebracht wurde es von Senator Jerry McNerney, unterstützt von der Green Hydrogen Coalition und dem Baugewerkschaftsverband des Bundesstaates. Erste Projekte laufen bereits: Das Lodi Energy Center, 25 Kilometer nördlich von Stockton, plant den Betrieb mit grünem Wasserstoff. In Südkalifornien soll 2028 das Lancaster Clean Energy Center eröffnen – die größte Anlage dieser Art in den USA. Janice Lin, Gründerin der Green Hydrogen Coalition, nannte die Unterzeichnung einen „Meilenstein für eine saubere Energiezukunft Kaliforniens“. Das Gesetz gebe Versorgern, Entwicklern und Investoren die nötige Sicherheit, um in die nächste Generation flexibel einsetzbarer sauberer Energie zu investieren.

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„Kalifornien macht grünen Wasserstoff zur förderfähigen Energie – und schließt damit eine Lücke im Netz, die bisher fossile Kraftwerke füllten."

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