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KI entlastet Ärzte: Heidi spart Stunden bei Dokumentation

Australisches Start-up expandiert nach Deutschland und automatisiert Arzt-Patienten-Gespräche

Hintergrund

Die Bürokratie im Gesundheitswesen wächst rasant. Laut einer aktuellen Civey-Umfrage geben rund 80 Prozent der Befragten an, dass administrative Aufgaben die Patientenversorgung spürbar einschränken. Ärzte verbringen zunehmend Zeit am Bildschirm statt mit Patienten – ein Problem, das durch Personalmangel noch verschärft wird.

Tom Kelly, Gründer und CEO des australischen Start-ups Heidi, kennt das Problem aus eigener Erfahrung: „Während meines Arbeitstags habe ich alle Patienten gesehen, und danach hatte ich oft noch mehrere Stunden zusätzliche Arbeit, um alles nachzuholen.“

Was ist passiert

Heidi expandiert in den deutschsprachigen Markt und hat im Januar 2025 ein erstes Büro in Berlin eröffnet. Die KI des Start-ups transkribiert Arzt-Patienten-Gespräche im Hintergrund und erstellt daraus automatisch klinische Dokumentationen. Das System begleitet bereits mehr als 2,5 Millionen Patientenkontakte pro Woche.

Technisch funktioniert das so: Das Audio wird in ein Transkript umgewandelt, das dann von einem großen Sprachmodell in strukturierte Notizen übersetzt wird. Wichtig: Es wird kein Audio gespeichert, und die Daten werden nicht für das Training der Modelle verwendet. Die Ärzte müssen die Inhalte vor der Freigabe überprüfen.

Warum das wichtig ist

Die Zeitersparnis ist enorm: Je nach Arzt spart Heidi zwischen 30 Minuten und mehreren Stunden pro Tag. Besonders in Bereichen mit detaillierter Dokumentation wie Mental Health ist der Gewinn groß. Doch der Nutzen geht über reine Effizienz hinaus: „Weil Ärzte nicht mehr gleichzeitig tippen müssen, können sie sich stärker auf den Patienten konzentrieren“, erklärt Kelly. Die Qualität der Versorgung verbessert sich, und Ärzte berichten von weniger Burnout.

Das Feedback ist überwältigend: Manche Ärzte sagen, Heidi habe sie zu besseren Ehemännern gemacht, andere drohen: „Wenn ihr mir das wegnehmt, kündige ich.“ Die KI ermöglicht es, wieder in die Augen der Patienten zu schauen statt auf den Bildschirm.

Ausblick

Heidi plant, seine Präsenz in Deutschland weiter auszubauen. Die Herausforderungen bleiben: Datenschutz und Patientenvertrauen. Laut Umfragen haben 45 Prozent der Bürger wenig Vertrauen in KI im medizinischen Kontext. Kelly setzt auf Aufklärung: „Wenn man fragt: ‚Soll KI eingesetzt werden, damit Ihr Arzt zufriedener, effizienter und aufmerksamer arbeiten kann?‘, klingt das plötzlich deutlich sinnvoller.“

Die Technologie ist bereit – jetzt muss sie sich im deutschen Gesundheitswesen durchsetzen. Mit dem Büro in Berlin und der wachsenden Akzeptanz bei Ärzten ist der Grundstein gelegt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, Ärzte hätten täglich Stunden mehr Zeit für dich – eine KI macht's möglich!"

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