Kenia erhält erstes Klima-Hilfsgeld Afrikas
700.000 US-Dollar für die Erfassung von Klimaschäden – ein Meilenstein für den Kontinent.

Kenia hat als erstes afrikanisches Land einen bahnbrechenden Erfolg im Kampf um Klimagerechtigkeit erzielt. Das Land erhält rund 700.000 US-Dollar aus einem speziellen UN-Fonds, dem Santiago Network on Loss and Damage. Dieses Netzwerk mit Sitz in der Schweiz sammelt freiwillige Beiträge von reichen Ländern und der internationalen Gemeinschaft, um genau solche Schäden zu beheben, die durch den Klimawandel entstehen. Das Geld wird nun verwendet, um systematisch zu erfassen, welche Gemeinden in Kenia in den letzten zehn Jahren durch klimabedingte Dürren, Überschwemmungen, Ernteausfälle und andere extreme Wetterereignisse Verluste erlitten haben. Bisher gab es keine vollständige Übersicht über das wahre Ausmaß der Schäden. Festus Ng’eno, der leitende Staatssekretär für Umwelt, Klimawandel und Forstwirtschaft in Kenia, verkündete diese Neuigkeit auf einem UN-Klimatreffen in Bonn. Er betonte, dass Kenia erst das zweite Land weltweit ist, das von diesem Fonds profitiert – nach Vanuatu, einem tief liegenden Inselstaat im Pazifik. Das kenianische Umweltministerium schrieb auf Facebook: „Obwohl Kenia einige der verheerendsten Klimaschocks Ostafrikas erlitten hat, wurde das wahre Ausmaß dessen, was verloren gegangen ist, nie vollständig gemessen. Das wird sich jetzt ändern.“ Fred Njehu, ein panafrikanischer Politikstratege von Greenpeace, sagte der Zeitung Daily Nation: „Es ist längst überfällig, dass Länder an vorderster Front der Klimakrise Unterstützung erhalten, um ihre Widerstandsfähigkeit aufzubauen. Kenias Zuteilung zeigt, dass sich das Klimahandeln von Rahmenwerken, Fahrplänen und Dialogen hin zur tatsächlichen Umsetzung bewegt.“ Die Finanzierung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem afrikanische Länder weiterhin Klimagerechtigkeit und Wiedergutmachung von den Ländern fordern, die am meisten zur Erderwärmung beigetragen haben. Dieser Schritt ist ein konkretes Zeichen, dass die internationale Gemeinschaft beginnt, ihre Versprechen einzulösen.
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„Kenia bekommt als erstes afrikanisches Land Geld für Klimaschäden – endlich wird gemessen, was Dürren und Fluten wirklich kosten."
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