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Kenia verbessert Fischerei-Daten für nachhaltigen Fang

Kleinbetriebe liefern künftig genaue Fangdaten – das schützt Fischbestände und sichert Existenzen.

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Kleinbetriebe liefern künftig genaue Fangdaten – das schützt Fischbestände und sichert Existenzen.

Mohamed Mwazigona ist 58 Jahre alt und Fischer an Kenias Nordküste. An einem Morgen im März hatte er gerade einmal zwei Kilogramm Fisch gefangen – ein Bruchteil dessen, was er früher an Land zog. „Die Zahl der Fischer ist gestiegen, wir sind zu viele geworden“, sagt er. Also zog er von seinem Dorf Shariani 40 Kilometer weiter nach Mtwapa, wo er auf weniger Konkurrenz hofft. Seine Geschichte steht für ein wachsendes Problem: Die kleinen Fischbestände vor Kenias Küste sind überlastet, die Konkurrenz wird härter, die Fänge schrumpfen.

Um das zu ändern, setzt Kenia auf bessere Daten. Vor Ort kümmern sich sogenannte Beach Management Units (BMUs) – das sind lokale Fischergemeinschaften – um die Erfassung von Fangmengen und Fischarten. Diese Daten sollen der Regierung helfen, die Fischerei nachhaltiger zu steuern. Bisher waren die Zahlen jedoch oft ungenau oder für die Beteiligten nicht zugänglich. Das Projekt von WorldFish und Partnern will das nun ändern: Die Fischer selbst lernen, ihre Fänge systematisch zu erfassen und die Daten zu nutzen – etwa um zu entscheiden, wo und wann sie fischen.

Das ist nicht nur gut für die Fische, sondern auch für die Menschen. Rund zwei Millionen Kenianer sind direkt oder indirekt von der kleinen Fischerei abhängig. Wenn die Bestände weiter schrumpfen, verlieren sie ihre Existenz. Mit verlässlichen Daten können Fangquoten festgelegt, Schutzzonen eingerichtet und illegale Methoden erkannt werden. Langfristig geht es darum, die Fischerei so zu betreiben, dass sie auch in zehn Jahren noch trägt.

Die ersten Schritte sind gemacht: In Mtwapa und anderen Orten werden die Fischer geschult, Tablets und einfache Apps eingesetzt. Die Daten fließen in Echtzeit an die Behörden. Noch ist das Projekt klein, aber es zeigt, wie lokales Wissen und moderne Technik zusammenwirken können. Für Mwazigona und seine Kollegen ist es die Hoffnung, dass ihre Arbeit nicht umsonst war – und dass das Meer auch für die nächste Generation noch genug hergibt.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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