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KI erkennt Brustkrebs bis zu 6 Jahre früher

Schwedische Studie: KI-Screening zeigt erhöhte Risikowerte bei 20% der später Erkrankten bereits Jahre vor Diagnose.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen – doch je früher er erkannt wird, desto besser sind die Heilungschancen. Bislang verlassen sich Radiologen bei der Auswertung von Mammografien auf ihr geschultes Auge. Doch nun zeigt eine groß angelegte Studie aus Schweden: Künstliche Intelligenz kann Hinweise auf die Krankheit bereits Jahre vor der offiziellen Diagnose erkennen.

Die Forscher um Professor Fredrik Strand vom Karolinska-Universitätskrankenhaus in Stockholm analysierten fast 89.000 Mammografie-Aufnahmen, die zwischen 2008 und 2019 von über 31.000 Frauen im Alter von 40 bis 74 Jahren gemacht wurden. Dabei testeten sie drei kommerziell erhältliche KI-gestützte Systeme zur computergestützten Erkennung (AI-CAD). Die Ergebnisse wurden im Fachjournal Radiology veröffentlicht.

Das Ergebnis: Bei Frauen, die später tatsächlich an Brustkrebs erkrankten, waren die von der KI berechneten Risikowerte im Durchschnitt bereits Jahre vor der Diagnose erhöht. Bei rund 20 Prozent der Betroffenen zeigte die KI sogar sechs Jahre vor der Diagnose auffällige Muster. Vier Jahre vor der Diagnose lag die Erkennungsrate bei 25 Prozent, zwei Jahre vorher bei fast 40 Prozent. Die Systeme erreichten dabei eine hohe Genauigkeit: Sie konnten echte Risikosignale von harmlosen Befunden unterscheiden (sogenannte Spezifität von 90 Prozent).

„Unsere Studie bestätigt das Potenzial der KI, in manchen Fällen Anzeichen von Krebs in den Mammografien viel früher zu finden, als Radiologen sie entdecken“, sagt Professor Strand. Die Technologie könnte künftig als Frühwarnsystem dienen: Statt nur den aktuellen Befund zu bewerten, würde die KI die Veränderungen über mehrere Jahre hinweg verfolgen und so ein persönliches Risikoprofil erstellen.

Das wäre ein echter Fortschritt für die Vorsorge. Bisherige KI-Modelle konnten vor allem das Fünf-Jahres-Risiko vorhersagen oder Frauen identifizieren, die zwischen zwei regulären Screening-Terminen erkranken. Die neue Studie geht einen Schritt weiter: Sie zeigt, dass die KI bereits auf den allerersten Aufnahmen Hinweise finden kann – zu einem Zeitpunkt, an dem der Tumor für das menschliche Auge noch unsichtbar ist.

Die Forscher betonen, dass die Technologie nicht die Radiologen ersetzen, sondern sie unterstützen soll. „Die Analyse der KI-Werte über die Zeit könnte uns Einblicke geben, wie früh erkennbare Veränderungen entstehen – und so möglicherweise frühere Eingriffe ermöglichen“, so Strand. Das könnte bedeuten: mehr Zeit für Behandlung, weniger aggressive Therapien und bessere Überlebenschancen für Millionen Frauen weltweit.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Eine KI erkennt Brustkrebs bis zu sechs Jahre früher als bisher. Genau das hat eine große Studie jetzt gezeigt."

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