Guinea-Wurm-Fälle auf historischem Tief: Nur 10 Infektionen 2025
Die parasitäre Krankheit steht kurz vor der Ausrottung – ein Meilenstein der globalen Gesundheit.

Nur zehn Menschen weltweit haben sich 2025 mit dem Guinea-Wurm infiziert – der niedrigste Stand seit Beginn der Aufzeichnungen. Das teilte das Carter Center mit, das die Ausrottungskampagne seit 1986 führt. Damals gab es noch schätzungsweise 3,5 Millionen Fälle pro Jahr in 21 Ländern Afrikas und Asiens. Der Rückgang um 99,99 Prozent bedeutet, dass mehr als 100 Millionen Menschen vor der qualvollen Krankheit bewahrt wurden.
Der Guinea-Wurm ist ein parasitäter Fadenwurm, der über verunreinigtes Trinkwasser in den Körper gelangt. Die Larven entwickeln sich zu bis zu einem Meter langen Würmern, die nach etwa einem Jahr durch schmerzhafte Blasen an den Extremitäten austreten. Die Krankheit ist nicht tödlich, aber sie führt zu monatelangen Behinderungen, die Betroffene oft an der Arbeit hindern und ganze Gemeinschaften in Armut stürzen.
„Der Guinea-Wurm verursacht unermessliches Leid – nicht nur für den Einzelnen, sondern auch für seine Familie und die Gemeinschaft“, sagte Adam Weiss, Direktor des Programms beim Carter Center. „Jeder Fall ist ein echter Mensch, den wir beim Namen kennen. Sie erleiden eine Krankheit, die wir verhindern können, und wir haben diese seltene Gelegenheit, sie vollständig auszulöschen.“
Die Ausrottung wäre ein historischer Meilenstein: Es wäre erst die zweite ausgerottete menschliche Krankheit nach den Pocken und die erste ohne Impfstoff oder Medikament. Allerdings infiziert der Parasit auch Tiere, vor allem Hunde. Hunderte Fälle bei Tieren werden jährlich registriert, vor allem im Tschad, im Südsudan und in Äthiopien. Für die offizielle Ausrottung müssen auch die Tierfälle auf null sinken.
Die Kampagne setzt auf einfache, aber wirksame Maßnahmen: Aufklärung der Bevölkerung, Filterung von Trinkwasser und das Verhindern, dass infizierte Menschen offene Wunden in Gewässern baden. Ein Netzwerk von Hunderttausenden ehrenamtlichen Helfern in den Dörfern sorgt für die Umsetzung. Die Weltgesundheitsorganisation hat bereits 200 Länder als guinea-wurm-frei zertifiziert; nur sechs fehlen noch.
Der Erfolg ist auch das Vermächtnis von Jimmy Carter, dem früheren US-Präsidenten, der das Carter Center gründete und die Kampagne 1986 startete. Er starb 2024, erlebte aber noch den Rückgang auf 15 Fälle. „Diese Kampagne spiegelt die Werte wider, die das Leben meiner Großeltern geprägt haben – die Überzeugung, dass Hoffnung, harte Arbeit und Respekt für jeden die Welt verändern können“, sagte Jason Carter, Enkel des ehemaligen Präsidenten und Vorsitzender des Carter Center.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Stell dir vor, eine Krankheit, die früher Millionen quälte, ist fast weg: 2025 gab es nur noch 10 Fälle des Guinea-Wurms. Unglaublich, oder?"
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