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KI erkennt geschmuggelte Seegurken am Flughafen

Ein Algorithmus findet versteckte Wildtierprodukte in 92% der Fälle – ein neues Werkzeug gegen den illegalen Handel.

Der illegale Handel mit Wildtieren ist ein riesiges Geschäft: Weltweit werden laut Interpol jedes Jahr Pflanzen- und Tierprodukte im Wert von rund 20 Milliarden US-Dollar illegal verkauft. Dazu gehören Meeresarten wie Seegurken und Seepferdchen sowie Haifischflossen. Sie werden illegal gefangen und für medizinische Zwecke oder als Nahrungsmittel verkauft. Viele dieser Wildtierprodukte passieren Flughäfen und bleiben oft unentdeckt, sagen Umweltschützer.

Forschende der Macquarie University in Australien haben nun einen KI-Algorithmus entwickelt, der in Röntgenbildern von Gepäckstücken versteckte Wildtierprodukte aufspüren kann. Die Studie wurde in der Fachzeitschrift „Frontiers in Ocean Sustainability“ veröffentlicht. Der Algorithmus wurde mit Hunderten dreidimensionalen Röntgenbildern trainiert – solche Bilder werden an Flughäfen bereits verwendet. Die Bilder zeigten 68 getrocknete Haifischflossen, Seepferdchen und Seegurken. Über Hunderte von Bildern hinweg identifizierte der Algorithmus diese Proben in 92 Prozent der Fälle korrekt, bei einer Falsch-Positiv-Rate von etwa 13 Prozent.

„Ich hätte in meiner gesamten Karriere nie gedacht, dass KI einmal ein so wichtiger Teil meiner Forschung sein würde“, sagt Vanessa Pirotta, Hauptautorin der Studie und Wildtierforscherin an der Macquarie University. Die Röntgenbildgebung „ermöglicht es uns, in Gepäckstücke und Postsendungen zu schauen – und hierdurch können wir auch verstehen, wie Menschen ihre Schmuggelpraktiken im Laufe der Zeit ändern“, sagt sie. Der Algorithmus, fügt sie hinzu, ziele darauf ab, „unsere Erkennungskapazitäten auszubauen“, und sei nicht dazu gedacht, „manuelle menschliche Kontrollen“ oder „Biosicherheitshunde“ zu ersetzen.

Pirotta hofft, eine Version dieser Technologie an Flughäfen einsetzen zu können. „Der nächste Schritt besteht darin, darauf hinzuarbeiten, diese Algorithmen weltweit an vorderster Front einzusetzen. Dies dürfte dazu beitragen, die Durchsetzungsbemühungen zu unterstützen“, sagt sie. Die KI könnte helfen, den illegalen Handel mit Wildtieren effektiver zu bekämpfen und bedrohte Arten zu schützen.

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„KI erkennt geschmuggelte Seegurken in Röntgenbildern – mit 92% Trefferquote. Krass, oder?"

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