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KI findet 64.000 Quadratmeilen klimaresistente Korallenriffe

KI-Analyse von 45.000 Beobachtungen zeigt: Riffe in 8 Ländern könnten bis 2050 überleben.

Korallenriffe sind die Regenwälder der Meere: Sie beherbergen ein Viertel aller Meeresarten, obwohl sie nur 0,1 Prozent der Meeresfläche bedecken. Doch die Erderwärmung setzt ihnen massiv zu: Steigt die Wassertemperatur nur um ein bis zwei Grad, stoßen die Korallen ihre bunten Algen ab, bleichen aus und sterben oft ab. Bislang galt die Prognose düster – doch eine neue Studie zeigt: Es gibt Hoffnung.

Forschende haben 45.000 Beobachtungen von Korallenriffen aus den letzten 60 Jahren in ein KI-Modell eingespeist. Die Künstliche Intelligenz analysierte 46 verschiedene Faktoren – von Wassertemperatur über Strömungen bis hin zu Nährstoffgehalt – und berechnete, welche Riffe auch 2050 noch gesund sein könnten. Das Ergebnis: Rund 64.000 Quadratmeilen Riffe – etwa so groß wie Wisconsin – sind demnach resistent gegen die Erwärmung.

Diese widerstandsfähigen Riffe liegen vor allem in acht Ländern: den Philippinen, Indonesien, Kuba, den Bahamas, Australien, Belize, Nicaragua und den Turks- und Caicos-Inseln. Die Studie wurde auf der „Our Ocean Conference“ im kenianischen Mombasa vorgestellt und ist als Vorabdruck auf dem Server EcoEvoRxiv verfügbar.

Die Forschenden sprechen von „Korallenrefugien“ – Gebieten, in denen Korallen entweder die Erwärmung besser vertragen, sich schneller erholen oder Schäden ganz vermeiden können. Warum genau diese Orte so widerstandsfähig sind, ist noch nicht vollständig geklärt. So zeigt etwa das benachbarte Honduras trotz starker menschlicher Störungen ebenfalls blühende Riffe.

Die Autoren der Studie hoffen, dass ihre Arbeit als Fahrplan für den Schutz dieser Riffe dient. „Besonders für kleine Länder mit begrenzten Ressourcen ist das eine wichtige Entscheidungsgrundlage“, sagte Sara Hashemi vom Smithsonian Magazine. Die Idee: Statt überall gleich viel Geld auszugeben, sollten sich Schutzmaßnahmen auf die vielversprechendsten Riffe konzentrieren.

Parallel zu dieser Studie gibt es weitere positive Nachrichten für Korallen. Papua-Neuguinea hat 77.000 Quadratmeilen tropischer Meere für die Fischerei gesperrt – ein Schutzgebiet im legendären Korallendreieck, wo Pazifik und Indischer Ozean aufeinandertreffen. Auf Mauritius züchten Forschende hitzeresistente Korallen, die bei einer Bleiche im letzten Sommer eine Überlebensrate von 98 Prozent zeigten. Und auf den Malediven gelang es, in nur wenigen Wochen 10.000 Korallen mit einer transportablen Station nachzuziehen – etwas, das vor 20 Jahren noch unmöglich schien.

Selbst das bloße Verständnis dieser Lebewesen schreitet voran: 2024 entdeckte eine National-Geographic-Expedition das größte je gefundene Korallenriff – ein Schatten auf dem Meeresboden, länger als ein Blauwal und länger als vier Tennisplätze. Die neue KI-Studie gibt nun einen Fahrplan, um diese Wunder zu bewahren.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: KI hat 64.000 Quadratmeilen Korallenriffe gefunden, die bis 2050 überleben könnten – so groß wie Wisconsin."

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