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Laser-Scans messen Wald-Kohlenstoff genauer

LiDAR-Technologie erfasst jeden Ast und Stamm – doppelt so präzise wie herkömmliche Methoden

26. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Wälder sind die grünen Lungen der Erde – sie saugen CO₂ aus der Luft und speichern es in Stämmen, Ästen und Wurzeln. Doch wie viel Kohlenstoff ein Wald wirklich bindet, war bislang oft nur eine grobe Schätzung. Bisher gingen Forscher mit Maßband und Messgerät von Baum zu Baum, notierten Höhe und Durchmesser und rechneten daraus den Kohlenstoffgehalt hoch. Das ist mühsam und ungenau, denn ein einzelner Baum kann je nach Kronenform und Astwerk ganz anders aussehen als der nächste.

Eine neue Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Ecological Solutions and Evidence, zeigt einen besseren Weg: Laser-Scans von oben und vom Boden aus. Die Technik heißt LiDAR – das steht für „Light Detection and Ranging“. Dabei schießen Geräte tausende winziger Laserpulse pro Sekunde aus und messen, wie lange das Licht braucht, um zurückzuprallen. Aus den Daten entstehen dreidimensionale Punktwolken, die jeden Ast, jeden Stamm und die Form der Baumkrone abbilden. „Laser-Scans erfassen den gesamten Wald in 360 Grad“, sagt Alexander W. Cheesman, Senior Research Fellow an der James Cook University in Australien und Co-Autor der Studie. „Jeder Stamm, jeder Zweig, die gesamte Kronenstruktur wird sichtbar.“

In Australien nutzt die Regierung bereits ein Modell namens FullCAM (Full Carbon Accounting Model), um den Kohlenstoff in Böden und Pflanzen zu berechnen. Es dient der nationalen Treibhausgas-Berichterstattung an die Vereinten Nationen und dem Handel mit Kohlenstoffzertifikaten im Rahmen des Australian Carbon Credit Unit (ACCU) Scheme. Bisher basieren die Eingaben oft auf manuellen Messungen. Die LiDAR-Technologie könnte diese Datenbasis radikal verbessern.

Die Forscher verglichen die LiDAR-Ergebnisse mit traditionellen Methoden in verschiedenen australischen Wäldern. Das Ergebnis: Die Laserscans liefern nicht nur genauere, sondern auch umfassendere Daten – und das in kürzerer Zeit. Während ein Team für eine manuelle Aufnahme einer Waldfläche Tage braucht, erfasst ein Drohnen- oder Flugzeugscan dieselbe Fläche in Minuten. Die Methode ist besonders wertvoll für Wiederaufforstungsprojekte, die als Klimaschutzmaßnahme boomen. Ohne verlässliche Messung bleibt unklar, ob gepflanzte Bäume tatsächlich das versprochene CO₂ binden.

Die Technik ist nicht neu – LiDAR wird schon lange in der Archäologie und Geodäsie eingesetzt. Doch ihre Anwendung für die Kohlenstoffmessung im großen Stil steckt noch in den Kinderschuhen. Die australische Studie ist ein wichtiger Schritt, um die Methode zu standardisieren und weltweit nutzbar zu machen. „Das ist transformativ“, sagt Cheesman. „Wir können jetzt endlich genau sagen, wie viel Kohlenstoff ein Wald speichert – und das ist die Grundlage für jede ernsthafte Klimapolitik.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor, wir könnten mit Lasern genau messen, wie viel CO₂ ein Wald speichert – das wäre ein Gamechanger für den Klimaschutz."

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