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Mangroven retten Fischern in Indonesien die Existenz

Durch Wiederaufforstung von Mangroven steigen Krabbenfänge und Einkommen in Lombok um ein Vielfaches.

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Durch Wiederaufforstung von Mangroven steigen Krabbenfänge und Einkommen in Lombok um ein Vielfaches.

In Sugian, einem Dorf auf der indonesischen Insel Lombok, steht Jamil am Wasser und hält einen Eimer mit Fischabfällen und Hühnerköpfen. Er wartet auf die Schlammkrabben, die in den Mangroven leben. Diese Krabben sind hier die Lebensgrundlage vieler Familien. Doch bis vor kurzem wurden sie fast nur wild gefangen – ohne Rücksicht auf junge oder zu kleine Tiere. Die Folge: Die Bestände brachen ein, die Einnahmen der Fischer sanken.

Mangroven sind Bäume, die im Salzwasser an tropischen Küsten wachsen. Ihre Wurzeln bieten Krabben und Fischen Schutz, stabilisieren die Wassertemperatur und liefern Nährstoffe. Ohne gesunde Mangroven gibt es keine Krabben. Die Fischer von Sugian erkannten das und begannen, die Mangroven systematisch wieder aufzuforsten. Heute setzen sie die Krabben nicht mehr sofort als Jungtiere ab, sondern lassen sie in eigens angelegten Teichen wachsen, bis sie groß genug sind.

Der Erfolg ist messbar: Die Krabbenbestände erholen sich, die Fänge steigen, und die Fischer verdienen wieder mehr Geld. Das ist in Ostlombok besonders wichtig, denn der Distrikt hat die höchste Rate an Arbeitsmigration in ganz Indonesien. Viele Männer und Frauen müssen ins Ausland gehen, um ihre Familien zu ernähren. Der Mindestlohn liegt hier bei umgerechnet etwa 150 Euro im Monat – weniger als die Hälfte dessen, was in der Hauptstadt Jakarta gezahlt wird.

Das Mangroven-Projekt zeigt, wie lokale Naturschutzarbeit direkt Armut bekämpft. Es verhindert, dass Familien auseinandergerissen werden, und gibt den Menschen eine Perspektive vor Ort. Die Wiederaufforstung ist kein einmaliger Eingriff, sondern eine dauerhafte Veränderung der Lebensweise. Die Fischer haben gelernt, dass sich Schutz und Nutzung nicht ausschließen – im Gegenteil: Wer die Natur schützt, sichert seine eigene Zukunft.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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