Kaffeeanbau wird klimaresistenter
Forscher entdecken Excelsa-Kaffee als widerstandsfähige Alternative zu Arabica und Robusta.

Die beiden Kaffeesorten Arabica und Robusta, die zusammen fast den gesamten weltweiten Kaffeemarkt ausmachen, geraten zunehmend unter Druck. Steigende Temperaturen, unregelmäßige Regenfälle und eine Zunahme von Schädlingen mindern sowohl die Erträge als auch die Qualität der Bohnen. Forscher und Kaffeebauern suchen daher nach Alternativen, die besser mit den veränderten Klimabedingungen zurechtkommen. Eine vielversprechende Kandidatin ist Excelsa, eine Kaffeeart, die bisher meist als Randbepflanzung oder Schattenbaum auf Plantagen diente und kaum kommerziell genutzt wurde.
In Indien hat Akshay Dashrath, Mitgründer der South India Coffee Company (SICC), alte Excelsa-Bäume auf seiner Farm im Distrikt Kodagu im Bundesstaat Karnataka bewahrt. Diese Bäume sind über 60 Jahre alt und dienen nun als Grundlage für Versuche, den Anbau von Excelsa zu skalieren. Gemeinsam mit den Royal Botanic Gardens in Kew, Großbritannien, wird erforscht, wie sich Excelsa besser kultivieren und vermarkten lässt. Aaron Davis, leitender Forscher an den Royal Botanic Gardens, prognostiziert, dass die Dominanz von Arabica und Robusta in den nächsten zehn Jahren durch andere, an den Klimawandel angepasste Kaffeearten erschüttert werden könnte.
Excelsa ist in Teilen des tropischen und westlichen Afrikas sowie in Südostasien heimisch und wird bereits in Uganda und Vietnam in größerem Maßstab angebaut. Die Art wächst zwar hoch und dicht, was sie ursprünglich unpraktisch für die kommerzielle Nutzung machte, doch neue Anbaumethoden könnten dieses Hindernis überwinden. Die Wiederentdeckung von Excelsa zeigt, wie die Diversifizierung des Kaffeeanbaus nicht nur die Versorgung mit Kaffee sichern, sondern auch die Lebensgrundlage von Millionen Kleinbauern in Anbauregionen weltweit stabilisieren könnte.
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