Neues US-Gesetz macht erste Reinigung einer Gift-Mine möglich
Ein Bundesgesetz schützt Freiwillige vor Haftung, damit sie alten Gift-Schlamm aus einem Bach in Washington holen dürfen.
Ein Bach im Nordwesten der USA trägt seit rund hundert Jahren eine Altlast mit sich: Reste einer Mine, aus denen Arsen, Blei, Cadmium und Quecksilber sickern. Verantwortlich ist niemand mehr, die Besitzer sind längst tot oder verschwunden. Ähnliche Altlasten aus altem Bergbau gibt es auch in Deutschland, etwa im Erzgebirge oder im Ruhrgebiet, wo Behörden bis heute mit denselben Fragen ringen: Wer darf aufräumen, und wer haftet danach für das, was übrig bleibt. Genau das war in den USA bisher das Problem. Wer freiwillig half, wurde rechtlich wie der ursprüngliche Verschmutzer behandelt, mit voller Haftung für jeden Rest an Gift, der nach der Reinigung im Boden bleibt. Kaum eine Organisation wollte dieses Risiko tragen, selbst wenn sie helfen wollte. Ein Gesetz von 2024, das im US-Kongress von Demokraten und Republikanern gemeinsam getragen wurde, ändert das: Es schützt Freiwillige und Behörden vor dieser Haftung, begrenzt zunächst auf 15 Pilotprojekte. Die US-Umweltbehörde EPA hat nun die erste Genehmigung danach ausgestellt, an die Anglerorganisation Trout Unlimited, die zwanzig Jahre für dieses Gesetz geworben hatte. Am Toroda Creek im Bundesstaat Washington werden nun alte Minenrückstände abgetragen und die Uferböschungen wiederhergestellt. Trout-Unlimited-Chef Chris Wood nennt die verlassenen Minen eine Plage für die Landschaft, die jeden Tag ihr Gift in Trinkwasser und Fischgewässer abgeben. In den USA warten tausende solcher Minen auf genau diese Art von Erlaubnis.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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„Erste Mine nach neuem US-Gesetz saniert, 14 weitere folgen"
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