Ökologie

Mosambik schützt Berg mit 200 Schmetterlingsarten

Per Dekret entsteht ein 9.341 Hektar großes Schutzgebiet am Mount Mabu, verwaltet von den Dörfern selbst.

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Ein Naturschauspiel wiederholt sich hier jedes Jahr im Oktober und November: Hunderte Schmetterlinge versammeln sich am Morgen auf dem 1.700 Meter hohen Gipfel des Mount Mabu, ein Paarungsverhalten, das Biologen Hilltopping nennen. Der britische Naturfilmer David Attenborough gab dem Wald deshalb 2013 den Namen Schmetterlingswald.

Der Berg liegt im Bezirk Lugela im Norden Mosambiks und zählt zu den artenreichsten, am wenigsten erforschten Ecken des Landes. Mehr als 200 Schmetterlingsarten sind dort bereits erfasst, Forscher schätzen die tatsächliche Zahl auf bis zu 250. Seit 2005 kamen mehr als 30 weitere neue Arten dazu, darunter Frösche, Chamäleons und Fledermäuse, die vorher nirgendwo beschrieben waren. Der Ökologe Julian Bayliss und sein Team fanden dort sogar einen kobaltblauen Schmetterling, der bis heute nur ein einziges Mal eingefangen wurde.

Am 24. August hat Mosambiks Landwirtschafts-, Umwelt- und Fischereiministerium den Berg per Dekret geschützt. Auf 9.341 Hektar, überschlägig so groß wie die Nordseeinsel Sylt, entsteht die Mount Mabu Community Conservation Area. Die Verwaltung liegt nicht bei einer staatlichen Behörde, sondern bei den Dorfgemeinschaften, die den Wald schon seit Generationen bewahrt haben.

Das ist eine große Erleichterung, sagte Bayliss gegenüber Mongabay. Über die Schutzzone entscheiden künftig nicht Wildhüter von außen, sondern die Dorfgemeinschaften selbst, die im Wald leben und ihn seit Generationen bewahrt haben.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Mongabay.
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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.