Pampaskatze in Mangroven: Genstudie zeigt Schutzbedarf
Einzigartige Population in Peru: Genetische Analyse belegt hohes Aussterberisiko und löst Schutzmaßnahmen aus.

Die Pampaskatze, auch als Leopardus garleppi bekannt, ist eine kleine Wildkatze mit einem breiten Gesicht, die in den trockenen Landschaften Südamerikas lebt. Normalerweise fühlt sie sich in Wüsten, Grasländern und Trockenwäldern wohl – nicht in Mangroven. Doch an der Nordküste Perus gibt es eine bemerkenswerte Ausnahme: Eine kleine Gruppe dieser Katzen hat sich an das Leben in den Trockenmangroven von San Pedro de Vice angepasst. Dieses Gebiet ist ein Ramsar-Schutzgebiet und der südlichste Mangrovenwald Südamerikas.
Lange Zeit gingen Naturschützer davon aus, dass es dieser Population gut gehe. „In den Mangroven haben wir Kameras für eine Woche aufgestellt und tonnenweise Fotos bekommen“, sagt Cindy Hurtado, Koordinatorin der Pampas Cat Working Group. In anderen Teilen des Verbreitungsgebiets bekommen die Forscher dagegen kaum ein Bild pro Monat. Doch die vielen Aufnahmen täuschten: Eine neue genetische Studie zeigt nun, dass die Tiere in den Mangroven genetisch stark verarmt sind. Das bedeutet, dass die Vielfalt ihrer Erbanlagen gering ist – ein klares Zeichen für eine isolierte und gefährdete Population.
Die genetische Analyse ergab, dass die Katzen in den Mangroven nur noch eine sehr kleine Gruppe bilden, die kaum Austausch mit anderen Pampaskatzen hat. Ohne diesen Austausch steigt das Risiko von Inzucht und Erbkrankheiten. Die Tiere sind anfälliger für Umweltveränderungen und Krankheiten. „Diese Population ist einzigartig, weil sie als einzige Pampaskatzen-Population in einem Mangroven-Lebensraum lebt“, erklärt Alvaro Garcia, Koordinator der Pampas Cat Working Group. Der Verlust dieser Tiere wäre nicht nur ein Verlust für die Art, sondern auch für das Verständnis der Anpassungsfähigkeit von Wildkatzen.
Die Ergebnisse der Studie sind ein Weckruf für den Artenschutz. Bisher konzentrierten sich die Schutzbemühungen vor allem auf die Trockengebiete, in denen die Pampaskatze normalerweise lebt. Jetzt wird klar, dass auch die Mangrovenpopulation dringend geschützt werden muss. Die Forscher fordern, die Trockenmangroven von San Pedro de Vice besser zu schützen und die Verbindung zu anderen Lebensräumen zu verbessern. Nur so kann die genetische Vielfalt erhalten und das Überleben dieser besonderen Katzen gesichert werden.
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„Wusstest du, dass in Peru eine Wildkatze in Mangroven lebt? Eine neue Studie zeigt, dass sie kurz vor dem Aussterben steht!"
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