Radiosendung hilft Bauern in Sambia, mit Wildtieren zu leben
Gemeinsames Projekt von IFAW und Behörden reduziert Konflikte zwischen Menschen und Elefanten

Hintergrund
In der Grenzregion zwischen Sambia und Malawi erstreckt sich ein transfrontier conservation area (TFCA), das die Nationalparks Kasungu, Lukusuzi und Luambe verbinden soll. Doch um von einem Park zum anderen zu gelangen, müssen Elefanten und andere Wildtiere durch landwirtschaftlich genutzte Flächen, über Straßen und an Schulen und Siedlungen vorbei. Für die rund 500.000 Menschen in den Distrikten Lundazi, Lumezi und Chipangali sind gefährliche Begegnungen mit Wildtieren Alltag.
Was ist passiert
Seit einiger Zeit sendet der lokale Radiosender Chikaya FM zweimal wöchentlich eine Sendung, in der Ranger der sambischen Behörde für Nationalparks und Wildtiere (DNPW) live Fragen von besorgten Bauern beantworten. Während der Sendung laufen Werbespots mit Elefantengeräuschen, die die Zuhörer warnen. Das Programm wird vom International Fund for Animal Welfare (IFAW) finanziert, der mit der DNPW zusammenarbeitet, um die Koexistenz von Mensch und Tier zu fördern. Senior Ranger Mathews Mumbi rät den Zuhörern: „Vermeiden Sie es, nachts auszugehen, um ngozi (versehentlichen Schaden) zu vermeiden.“
Warum das wichtig ist
Die Radiosendung ist mehr als ein lokales Hilfsangebot: Sie ist Teil eines systematischen Ansatzes, menschliche Siedlungen und Wildtierkorridore in Einklang zu bringen. Statt Tiere zu töten oder zu vertreiben, setzt das Projekt auf Aufklärung und Frühwarnung. Das Modell könnte auf andere Regionen Afrikas übertragen werden, in denen Mensch-Wildtier-Konflikte eskalieren. Es zeigt, dass einfache, aber strukturierte Kommunikationskanäle Leben retten und Ernten schützen können, ohne die Biodiversität zu gefährden.
Ausblick
Das IFAW-Projekt in Ostsambia läuft zunächst in drei Distrikten, doch die Erfolge könnten eine Ausweitung auf weitere Gebiete rechtfertigen. Die Kombination aus Radiowarnungen, Ranger-Präsenz und Aufklärung vor Ort hat das Potenzial, ein Modell für andere TFCAs in Afrika zu werden. Entscheidend ist die enge Zusammenarbeit zwischen lokalen Gemeinschaften, staatlichen Behörden und internationalen Organisationen. Wenn sich zeigt, dass die Zahl der Konflikte nachhaltig sinkt, könnte dies den Weg für ähnliche Initiativen in anderen Ländern ebnen.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
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