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klima Côte d'Ivoire · CI

Regenwald-Korridor verbindet Schutzgebiete in Westafrika

Dörfer und Nationalparks in Côte d'Ivoire und Liberia schaffen einen grünen Korridor für bedrohte Arten.

15. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Mongabay

Der Regenwald Westafrikas, einst ein zusammenhängendes Band von Liberia bis Togo, ist heute weitgehend verschwunden. An seine Stelle sind Reisfelder, Ölpalmenplantagen und Kautschukbäume getreten. Nur noch wenige große Waldinseln sind übrig – darunter der Taï-Nationalpark in Côte d'Ivoire und der Grebo-Nationalpark im benachbarten Liberia. Sie liegen nur vier Kilometer voneinander entfernt, doch dazwischen klafft eine Lücke aus landwirtschaftlichen Flächen.

Dort, im Dorf Nigré, traf sich kürzlich Häuptling Djahi Bertin mit Wissenschaftlern, Naturschützern und Parkrangern. Sie kamen, um über die Schaffung eines ökologischen Korridors zu sprechen – einer grünen Brücke, die die beiden Schutzgebiete verbinden soll. Häuptling Bertin begrüßte die Gäste mit einer traditionellen Zeremonie, bei der er ein Glas Wein auf den Boden goss. Die Form der Flüssigkeit, so erklärte er, gleiche einer Hand mit ausgestreckten Fingern – ein Symbol für Einheit und Zusammenhalt.

Der geplante Korridor ist mehr als nur ein Naturschutzprojekt. Er soll es Tieren wie Waldelefanten, Schimpansen und seltenen Vogelarten ermöglichen, zwischen den Parks zu wandern. Ohne diese Verbindung sind die Populationen isoliert, was langfristig zu Inzucht und Aussterben führen kann. Gleichzeitig bindet das Projekt die lokale Bevölkerung ein: Die Dorfbewohner sollen von nachhaltigen Einkommensquellen profitieren, etwa durch Ökotourismus oder den Anbau von Waldprodukten.

Die Initiative ist Teil eines größeren Trends in Westafrika, wo Schutzgebiete zunehmend vernetzt werden. Ähnliche Korridore gibt es bereits in Ghana und der Elfenbeinküste. Sie zeigen, dass Naturschutz und menschliche Entwicklung kein Widerspruch sein müssen – vorausgesetzt, die Gemeinden vor Ort werden von Anfang an beteiligt. Häuptling Bertin brachte es auf den Punkt: „Wir sind eines Sinnes.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Stell dir vor: Zwei Nationalparks, nur 4 km getrennt, aber ohne Verbindung. Jetzt bauen Dörfer und Naturschützer einen grünen Korridor – für Elefanten und Schimpansen."

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