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Schottland: Obdachlosen-Dorf mit Eigenverantwortung eröffnet

Harriet Gardens in South Lanarkshire bietet 15 Tiny Homes mit Gemeinschaftsräumen und 24/7-Betreuung

Hintergrund

In Schottland ist die Zahl der Obdachlosen in den letzten sechs Jahren um 33 Prozent gestiegen – allein in South Lanarkshire sind rund 1.500 Menschen betroffen. Bisher dominieren staatliche Hostels die Unterbringung, die laut Kritikern oft chaotische Bedingungen schaffen und teuer sind. Die Stadt Glasgow und Edinburgh geben Millionen für diese Einrichtungen aus, ohne dass die Probleme nachhaltig gelöst werden.

Was ist passiert

Die schottische Charity Social Bite hat gemeinsam mit der Heilsarmee das Dorf Harriet Gardens in South Lanarkshire eröffnet. Für rund 3,5 Millionen Dollar entstanden auf einem ehemaligen Sägewerksgelände 15 sogenannte „Nest“-Einheiten mit je einem Schlafzimmer und Bad. Die Bewohner teilen sich ein Fitnessstudio, Gemeinschaftsräume und Kochmöglichkeiten. Die Heilsarmee ist rund um die Uhr vor Ort und bietet praktische Hilfe, emotionale Unterstützung und Begleitung bei Alltagsproblemen. Wöchentliche Aktivitäten mit lokalen Partnern wie dem Gartenclub Grow 73 fördern Fähigkeiten, Gesundheit und Routine.

Warum das wichtig ist

Das Modell setzt auf Eigenverantwortung statt Bevormundung: Die Bewohner mieten ihre Tiny Homes und übernehmen Verantwortung – ein entscheidender Schritt zurück in ein selbstbestimmtes Leben. Josh Littlejohn von Social Bite betont: „Wenn man eine Umgebung schafft, in der Menschen an Selbstvertrauen gewinnen, Beziehungen aufbauen und die Obdachlosigkeit hinter sich lassen, dann ist das der erste Schritt zur Bekämpfung des Problems.“ Jacqueline Fernie, zuständig für Obdachlosenhilfe im South Lanarkshire Council, besuchte ein ähnliches Projekt in Edinburgh und setzte sich für die Umsetzung in ihrer Region ein. Anders als herkömmliche Hostels bietet Harriet Gardens Ruhe, Struktur und eine echte Perspektive.

Ausblick

Das Dorf ist als Pilotprojekt angelegt – bei Erfolg könnte es als Blaupause für weitere Kommunen dienen. Die anfängliche Skepsis der Nachbarschaft wich, nachdem klar wurde, dass es sich nicht um ein provisorisches Lager handelt. Die Kombination aus bezahlbarem Wohnraum, sozialer Betreuung und Gemeinschaftsleben könnte ein neues Standardmodell für Obdachlosenhilfe in Schottland und darüber hinaus werden.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

So erzählst du es weiter

„In Schottland gibt's jetzt ein Tiny-House-Dorf für Obdachlose – mit eigener Miete und Gemeinschaftsgefühl!"

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