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gesundheit Vereinigte Staaten · US

Alkoholkonsum in den USA fällt auf 85-Jahres-Tief

Gesundheitsbewusstsein treibt historischen Rückgang – vor allem bei Frauen und Jungen

Hintergrund

Seit Jahrzehnten galt moderater Alkoholkonsum in vielen Gesellschaften als harmlos oder sogar gesundheitsfördernd. Neuere wissenschaftliche Studien stellen diese Annahme jedoch zunehmend infrage. Die Weltgesundheitsorganisation und nationale Gesundheitsbehörden haben ihre Empfehlungen angepasst: Jegliche Menge Alkohol kann negative Auswirkungen auf die Gesundheit haben. In den USA hat sich diese Erkenntnis nun erstmals in großem Umfang im Verhalten der Bevölkerung niedergeschlagen.

Was ist passiert

Das Meinungsforschungsinstitut Gallup verzeichnet für 2025 einen historischen Tiefstand: Nur 54% der befragten US-Amerikaner gaben an, überhaupt Alkohol zu konsumieren – der niedrigste Wert seit Beginn der Erhebung im Jahr 1939. Damit setzt sich ein Trend fort, der bereits 2023 begann: Drei Jahre in Folge sinkt die Trinkrate, was es in der Geschichte der Umfrage noch nie gab. Besonders auffällig ist der Rückgang bei Frauen: Ihre Trinkrate fiel um 11 Prozentpunkte auf 51%. Bei jungen Erwachsenen (18–34 Jahre) sank sie um 9 Punkte auf 50%. Die größten absoluten Rückgänge verzeichneten Personen mit einem Jahreseinkommen unter 40.000 US-Dollar sowie registrierte Republikaner – hier fiel die Rate um 19 Prozentpunkte.

Warum das wichtig ist

Der Trend hat strukturelle Bedeutung: Erstmals glaubt eine Mehrheit der US-Amerikaner (53%), dass bereits moderater Alkoholkonsum der Gesundheit schadet – 2018 waren es nur 28%. Bei jungen Erwachsenen liegt dieser Wert sogar bei 66%. Parallel dazu sinkt auch die konsumierte Menge: Wer noch trinkt, nimmt im Schnitt nur 2,8 Getränke pro Woche zu sich – der niedrigste Wert seit 1996. Vor einem Jahr waren es noch 3,8. Da Alkohol chronische Erkrankungen wie Diabetes, Fettleibigkeit oder Darmdysbiose verschlimmern kann, könnte dieser Rückgang langfristig die Krankheitslast in den USA senken – ein Land, das bei Mehrfacherkrankungen international Spitzenwerte aufweist.

Ausblick

Sollte sich der Trend fortsetzen, könnte er die Gesundheitsausgaben der USA entlasten und die Lebenserwartung steigern. Die Daten deuten auf einen tiefgreifenden kulturellen Wandel hin, der durch wissenschaftliche Evidenz und veränderte gesellschaftliche Normen getragen wird. Für Arbeitgeber, Schulen und Kliniken bedeutet dies: Gesundheitsprogramme und Präventionsangebote könnten noch stärker auf alkoholfreie Alternativen setzen. Die nächsten Gallup-Erhebungen werden zeigen, ob der Rückgang nachhaltig ist oder ob es sich um eine temporäre Reaktion handelt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Wusstest du, dass der Alkoholkonsum in den USA auf dem niedrigsten Stand seit 85 Jahren ist? Vor allem Frauen und Junge trinken weniger!"

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