Schwarze Bäuerinnen erobern Land zurück
Workshops und Land Trusts helfen Schwarzen Frauen in den USA, Zugang zu Land und Wissen zu erhalten.

Auf der Soul Fire Farm im US-Bundesstaat New York lernen Menschen mit afrikanischen oder indigenen Wurzeln, wie sie eine tiefere Verbindung zum Land aufbauen können. Die Farm bietet einwöchige Programme an, bei denen die Teilnehmenden nicht nur pflanzen und ernten, sondern auch traditionelles Wissen über Kräuter und Heilpflanzen weitergeben. „Viele von uns haben Großmütter, die wunderschöne pflanzliche Heilmittel herstellen“, sagt Tourguide Hillary Gaeta. „Es ist eine Möglichkeit, dieses Wissen weiterzugeben.“
Die Gründerin Leah Penniman betont, dass Schwarze Frauen weltweit den Großteil der Nahrung auf kleinen Höfen produzieren – vor allem in Afrika, Lateinamerika und der Karibik. Laut der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen sind Frauen für die Hälfte der weltweiten Nahrungsproduktion verantwortlich, in Entwicklungsländern sogar für 60 bis 80 Prozent. Diese Verbindung zum Land reicht bis ins vorkoloniale Westafrika zurück, wo Land oft über die mütterliche Linie weitergegeben wurde.
Doch in den USA ist diese Verbindung durch die Geschichte der Versklavung und Landenteignung tief beschädigt. Nach dem Ende der Sklaverei 1865 wurden Schwarzen Familien „40 Acres und ein Maultier“ versprochen – ein Versprechen, das schnell gebrochen wurde. Stattdessen kehrten viele als Pächter auf die Plantagen zurück. Bis heute haben Schwarze Farmerinnen und Farmer Millionen Hektar Land verloren, oft durch betrügerische Praktiken und Diskriminierung durch die US-Landwirtschaftsbehörde USDA. Schwarze Frauen machen weniger als ein Prozent aller Farmerinnen und Farmer aus.
Um diese Ungerechtigkeit zu korrigieren, setzen Organisationen wie Soul Fire Farm auf Land Trusts – gemeinschaftlich gehaltene Flächen, die nicht verkauft werden können. Diese Modelle helfen, Land für unterversorgte Gemeinschaften zu sichern. Nataka Crayton, eine urbane Landwirtschaftsexpertin aus Boston, erklärt: „Land Trusts verringern Barrieren, indem sie Anbauflächen, technische Hilfe und kleine Zuschüsse bereitstellen.“ Die Arbeit ist mehr als nur Landwirtschaft: Sie ist ein Akt der Heilung und des Widerstands gegen eine jahrhundertelange Enteignung.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Schwarze Bäuerinnen holen sich ihr Land zurück – mit Workshops und Land Trusts. Das ist mehr als Landwirtschaft, das ist Heilung."
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