Forscherin kämpft für seltenes Baumkrokodil in Westafrika
Die Westafrikanische Panzerkrokodilart ist vom Aussterben bedroht – Schutzmaßnahmen im Tai-Nationalpark sollen sie retten.

Im Tai-Nationalpark in Côte d’Ivoire lebt eine besondere Krokodilart: die Westafrikanische Panzerkrokodilart (Mecistops cataphractus). Anders als ihre gefürchteten Verwandten ist diese Art scheu und ernährt sich hauptsächlich von Fischen – Angriffe auf Menschen sind nicht bekannt. Die Tiere haben sich an das Leben im Regenwald angepasst und sonnen sich oft auf Ästen oder Felsen, die aus dem Wasser ragen.
Die Umweltwissenschaftlerin Christine Kouman erforscht diese Krokodilart seit über zehn Jahren. Sie ist Mitbegründerin der Naturschutzorganisation EBURCO, die mit den Behörden zusammenarbeitet, um den Tai-Nationalpark zu schützen. Der Park ist eines der letzten großen Gebiete des Oberguineischen Regenwaldes, einem der artenreichsten Lebensräume Westafrikas.
Koumans Arbeit wird vom Projekt Mecistops unterstützt, das zum Tropical Conservation Institute der Florida International University in den USA gehört. Sie begleitet Forscher bei nächtlichen Bootsfahrten auf dem Hana-Fluss, um die Krokodile zu beobachten und zu zählen. Ihre Erkenntnisse helfen, Schutzmaßnahmen zu entwickeln, damit diese seltene Art nicht ausstirbt.
Die größte Bedrohung für die Panzerkrokodilart ist der Verlust ihres Lebensraums durch Abholzung und die Umwandlung von Wäldern in Plantagen. Auch die Jagd auf die Tiere – wegen ihres Fleisches und ihrer Haut – setzt ihnen zu. Kouman hofft, dass ihre Forschung dazu beiträgt, die Art besser zu schützen und die Menschen vor Ort für den Erhalt des Regenwaldes zu sensibilisieren.
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„Es gibt Krokodile, die auf Bäume klettern und keine Menschen angreifen. Eine Forscherin kämpft dafür, dass sie nicht aussterben."
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