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Seltener Rasenmähen fördert Artenvielfalt

BUND empfiehlt: Rasen erst ab 20 cm Höhe mähen – das schont Insekten und spart Wasser.

29. Juni 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Utopia.de

Ein kurz geschnittener Rasen mag ordentlich aussehen – aber wer seltener mäht, tut der Natur einen Gefallen. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, den Rasen erst dann zu mähen, wenn er etwa 20 Zentimeter hoch gewachsen ist. Dabei sollte die höchstmögliche Schnitthöhe des Rasenmähers eingestellt werden. So bleiben Blühpflanzen wie Gänseblümchen oder Klee erhalten, die wichtige Futterquellen für Insekten sind.

Ein weiterer Tipp: Mähen Sie den Rasen abschnittsweise, also nicht die gesamte Fläche auf einmal. So haben Insekten die Möglichkeit, in ungemähte Bereiche auszuweichen. Ideal ist es, dauerhaft einen Randstreifen oder eine kleine Blühinsel stehenzulassen. Für intensiv genutzte Flächen, etwa Spielflächen, kann häufiger gemäht werden. Wichtig ist, das Schnittgut zu entfernen, damit nicht zu viele Nährstoffe in den Boden gelangen – zu nährstoffreiche Böden begünstigen das Wachstum von Gräsern und verdrängen Wildblumen und Kräuter.

Seltener Mähen fördert die Artenvielfalt: Wildkräuter wie Klee, Gänseblümchen oder Löwenzahn können blühen und bieten Nektar und Pollen für Wildbienen, Schmetterlinge und andere Insekten. Dichtes, hohes Gras dient Kleintieren wie Igeln, Gartenschläfern oder Amphibien als Rückzugsort. Zudem locken Blühpflanzen Nützlinge wie Marienkäfer, Florfliegen oder Schlupfwespen an, die Schädlinge wie Blattläuse oder Schnecken auf natürliche Weise in Schach halten.

Ein weiterer Pluspunkt: Höheres Gras schützt den Boden vor direkter Sonneneinstrahlung und verhindert schnelles Austrocknen. Die Feuchtigkeit bleibt länger im Boden – das bedeutet weniger Gießen. Gleichzeitig freut sich das Bodenleben: Regenwürmer, Springschwänze und Asseln fühlen sich in der kühleren, feuchteren Erde besonders wohl und verbessern die Bodenstruktur.

Weitere Tipps für einen insektenfreundlichen Rasen: Legen Sie Blühstreifen oder Mini-Wiesen mit heimischen Wildblumen an, gießen Sie morgens und nur bei Bedarf, lassen Sie Rasenkanten oder Ecken verwildern, verzichten Sie auf chemische Dünger und Pestizide, setzen Sie Mähroboter nur tagsüber und unter Aufsicht ein, und lassen Sie Totholz- oder Steinhaufen am Rand liegen. Diese Maßnahmen machen den Garten naturnah und lebendig.

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