Solarstrom bringt Licht und Chancen für Frauen in Indonesien
24-Stunden-Strom ermöglicht Unternehmertum und weibliche Führung in abgelegenem Dorf.

In dem abgelegenen Pfahldorf Muara Enggelam in Ost-Kalimantan, Indonesien, hat die Einführung von zuverlässiger Solarenergie ab 2015 eine Welle der weiblichen Selbstständigkeit und wirtschaftlichen Stabilität ausgelöst. Zuvor war das Dorf von teuren und lauten Dieselgeneratoren abhängig, die nur von der Abend- bis zur Morgendämmerung liefen. Die Zuteilung von Solaranlagen durch das indonesische Energieministerium änderte alles.
Asniah, eine Mutter von drei Kindern, nutzt den 24-Stunden-Strom nun, um ihr Geschäft mit Amplang (Fischcrackern) auszubauen. Elektrische Mixer ersetzen die mühsame und teure Dieselarbeit – ein Liter Diesel reichte früher nicht einmal eine Stunde. Heute betreibt sie zusätzlich einen Imbissstand und ein digitales Boutique-Geschäft, das sie über soziale Medien vermarktet.
Die Solarinfrastruktur wird von der dorf eigenen Genossenschaft BUMDes verwaltet, die von Jam’ah, einer Mutter eines Kindes, geleitet wird. Dies ist ein seltenes Beispiel für weibliche Führung im Energiesektor: Laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen sind weniger als 5 % der Energiemanager in Indonesien Frauen. Jam’ah betont, dass die hohen Generatorkosten zuvor viele davon abhielten, ein Unternehmen zu gründen.
Diese Geschichte zeigt, wie dezentrale erneuerbare Energien nicht nur die Stromversorgung verbessern, sondern auch soziale Strukturen verändern können. Sie ermöglicht wirtschaftliche Teilhabe, insbesondere für Frauen, und schafft lokale Führungsmodelle, die weit über die reine Energieversorgung hinaus wirken.
Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.
So erzählst du es weiter
„Weißt du, dass Solarstrom in einem indonesischen Dorf Frauen zu Chefs macht? Voll inspirierend!"
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