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gesundheit Vereinigtes Königreich · GB

Zebra-Striping: Weniger Kater durch klügeres Trinken

34% der Briten wechseln 2025 alkoholfreie Getränke ein – das senkt den Alkoholspiegel und beugt Kater vor.

Ein Bier, dann Wasser, dann Wein, dann Saft – wer alkoholische und nicht-alkoholische Getränke abwechselt, praktiziert Zebra-Striping. Die Methode ist kein Geheimtipp mehr: 34 Prozent der Erwachsenen in Großbritannien haben sie 2025 ausprobiert. Aber warum hilft sie eigentlich gegen Kater? Die einfache Antwort lautet: Weil man insgesamt weniger Alkohol trinkt. Der Körper baut Alkohol mit einer relativ konstanten Rate ab – etwa ein Standardglas pro Stunde. Ein Standardglas enthält in den USA rund 14 Gramm reinen Alkohol, das entspricht etwa 0,15 Litern Wein oder 0,35 Litern Bier. Trinkt man schneller, steigt der Blutalkoholspiegel, und der Körper gerät unter Stress. Zebra-Striping verlängert die Abstände zwischen den alkoholischen Getränken und führt oft dazu, dass insgesamt weniger getrunken wird. Beides senkt den maximalen Blutalkoholspiegel.

Die landläufige Erklärung für den Effekt ist: Wasser zwischendurch hält hydriert und beugt so dem Kater vor. Das stimmt so nicht. Alkohol wirkt harntreibend, Wasser gleicht den Flüssigkeitsverlust aus und lindert Symptome wie Durst, Kopfschmerzen und Schwindel. Aber ein Kater entsteht aus mehreren Quellen gleichzeitig: Acetaldehyd, ein giftiges Abbauprodukt des Alkohols, Entzündungsreaktionen, gestörter Schlaf und Veränderungen des Immunsystems. Wie schlimm ein Kater wird, hängt vor allem von der Gesamtmenge Alkohol ab und davon, wie schnell der Körper ihn abbaut. Hydrierung adressiert nur einen Teil des Problems.

Ein Detail, das viele übersehen: Die Wahl des alkoholfreien Getränks spielt eine Rolle. Kohlensäurehaltige Mixgetränke, Limonaden oder Sprudelwasser beschleunigen die Aufnahme von Alkohol ins Blut. Die Bläschen erhöhen den Druck im Magen und treiben den Alkohol schneller in den Dünndarm, wo er rascher ins Blut gelangt. Das macht nicht insgesamt betrunkener, aber die Wirkung setzt früher ein. Wer also Sekt mit Mineralwasser streckt, könnte den gewünschten Effekt verringern.

Zebra-Striping funktioniert nur, wenn man tatsächlich weniger trinkt. Wer das langsamere Tempo nutzt, um länger zu trinken, oder nach leichten Getränken zu stärkeren greift, verliert den Vorteil. Die größte Hürde: Die Selbstkontrolle, die nötig ist, um das Muster durchzuhalten, schwindet genau in dem Zustand, in dem sie am wichtigsten wäre – nach ein paar Gläsern. Nach Jahrzehnten der Forschung gibt es kein verlässliches Mittel gegen Kater. Die Evidenz zeigt immer dasselbe: Weniger trinken, besser fühlen. Zebra-Striping ist ein nützliches Werkzeug, wenn es dorthin führt. Ob das gelingt, hängt davon ab, was man mit dem gewonnenen Tempo anfängt.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Zebra-Striping klingt verrückt, aber 34% der Briten schwören drauf: Weniger Kater durch jedes zweite Getränk ohne Alkohol!"

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