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Tennessee schützt Bürger vor KI-Stromkosten

Neues Gesetz: Rechenzentren müssen ab 50 Megawatt eigene Stromkosten zahlen

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KI-generierte Illustration. Zeigt nicht den Ort der Geschichte.

Rechenzentren sind die unsichtbaren Motoren der Künstlichen Intelligenz – und sie haben einen enormen Hunger nach Strom. Ein einziges großes Rechenzentrum kann so viel Energie verbrauchen wie eine Kleinstadt. Bisher wurden die Kosten für den nötigen Netzausbau oft auf alle Stromkunden umgelegt, was die Rechnungen für Privathaushalte und kleine Unternehmen in die Höhe trieb. Der US-Bundesstaat Tennessee hat nun ein Gesetz verabschiedet, das diese Praxis beendet.

Die republikanisch geführte Initiative HB 1847 verbietet es Energieversorgern und Gemeinden, die Stromkosten oder Infrastrukturausgaben für Rechenzentren auf die Allgemeinheit abzuwälzen. Konkret gilt das für alle Anlagen, die mehr als 50 Megawatt Leistung benötigen – das entspricht etwa dem Verbrauch von 40.000 Haushalten. Auslöser war der Bau von zwei riesigen Rechenzentren des KI-Unternehmens xAI nahe Memphis, darunter der weltweit größte Supercomputer „Colossus 1“. Die Anwohner befürchteten drastische Strompreiserhöhungen.

Tennessee ist nicht allein mit diesem Schritt. Laut der Lobbying-Firma Multi State enthalten etwa ein Drittel aller aktuellen Energiegesetze in den USA ähnliche Schutzklauseln. Florida hat ebenfalls eine Grenze von 50 Megawatt festgelegt, South Dakota und Nebraska liegen mit 10 beziehungsweise 20 Megawatt noch strenger. Alabama setzt die Schwelle mit 150 Megawatt am höchsten, verlangt aber zusätzlich, dass die Verträge mit Rechenzentren „positive Vorteile für die anderen Kunden“ bringen müssen.

Das Gesetz ist ein Paradebeispiel dafür, wie Politik die Kosten des technologischen Fortschritts gerecht verteilen kann. Statt dass die Allgemeinheit die Rechnung für den KI-Boom bezahlt, müssen nun diejenigen zahlen, die den Strom verbrauchen. Für andere Bundesstaaten und Länder könnte dies ein Modell sein, um ähnliche Probleme zu lösen – denn der Bau neuer Rechenzentren wird weltweit weitergehen.

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Archiv vor September 2026, nicht nach heutigem Verfahren geprüft. Berichtet von Good News Network.
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