Ugandische Aktivistin kämpft für Frauen in der Fischerei
Lovin Kobusingye macht auf die unsichtbare Rolle von Frauen in Afrikas Fischerei aufmerksam und fordert mehr Mitsprache.

Lovin Kobusingye ist eine ugandische Unternehmerin und Aktivistin, die sich für die Rechte von Frauen in der Fischerei einsetzt. Bei einem Treffen von Umweltschutzorganisationen in Kenia machte sie deutlich: Frauen, die Fisch fangen, verarbeiten und verkaufen, werden in Gesprächen über Afrikas wachsende blaue Wirtschaft – also die nachhaltige Nutzung der Meere – kaum beachtet. Dabei sind sie das Rückgrat vieler Küstengemeinden. Kobusingye beschreibt ihren Alltag so: „Ich wache auf und sehe, wie ein Industrieunternehmen meinen Anlegeplatz übernimmt, meine Fischgründe.“ Tourismusprojekte und andere Investitionen an der Küste verdrängen zunehmend traditionelle Fischergemeinden. Viele Frauen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen, haben kaum Rechte und leiden unter steigenden Meeresspiegeln, Küstenerosion und schrumpfenden Fischbeständen. Trotz dieser Widrigkeiten sind sie es, die den Fisch verarbeiten, handeln und mit dem Erlös Schulgebühren für ihre Kinder bezahlen. Doch in der Fischereipolitik haben sie kaum ein Wort mitzureden. Kobusingye bringt es auf den Punkt: „Wenn du unsichtbar bist, bekommst du unsichtbare Budgets.“ Sie fordert, dass Frauen in Entscheidungsprozesse einbezogen werden, damit die blaue Wirtschaft wirklich allen zugutekommt. Ihr Unternehmen Kati Farms Ltd verarbeitet landwirtschaftliche Produkte und schafft Arbeitsplätze. Kobusingyes Botschaft ist klar: Nur wenn Frauen sichtbar sind und mitbestimmen, kann die Fischerei nachhaltig und gerecht werden.
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„Hast du schon mal gehört, dass Frauen in der Fischerei oft unsichtbar sind? Eine Aktivistin aus Uganda will das ändern."
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