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UN-Bericht: Milliarden profitieren von Entwicklungszielen

Fast eine Milliarde Menschen erhielten Zugang zu sauberem Trinkwasser, doch die Hälfte der Ziele ist in Gefahr.

Beat: Gesellschaft & Bildung · Offizielle Statistik
07. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: UN News

Die Vereinten Nationen haben 2015 die 17 Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet – einen gemeinsamen Plan für Frieden und Wohlstand auf der Welt. Bis 2030 sollen diese Ziele erreicht sein, doch ein neuer UN-Bericht zeigt: Es gibt Fortschritte, aber sie sind zu langsam.

Der Bericht, der am Dienstag veröffentlicht wurde, listet konkrete Erfolge auf: Seit 2015 haben fast eine Milliarde Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen, 1,2 Milliarden zu sicherer Sanitärversorgung. Die Zahl der HIV-Neuinfektionen ist zwischen 2015 und 2024 um 30 Prozent gesunken. Heute haben 92 Prozent der Weltbevölkerung Strom, und der Anteil der Menschen mit Internetzugang stieg von 40 auf 74 Prozent. Erstmals sind mehr als die Hälfte aller Menschen durch soziale Sicherungssysteme geschützt.

Doch die Kehrseite ist ernüchternd: Jeder zehnte Mensch lebt immer noch in extremer Armut, 2,3 Milliarden Menschen leiden unter Ernährungsunsicherheit. Die Müttersterblichkeit liegt fast dreimal so hoch wie das globale Ziel. 273 Millionen Kinder und Jugendliche gehen nicht zur Schule. Die globale Durchschnittstemperatur lag 2025 bereits 1,43 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau – die Klimakrise verschärft die Lage.

Von den 139 messbaren Zielvorgaben der SDGs sind nur 36 Prozent auf Kurs oder machen moderate Fortschritte. 49 Prozent kommen zu langsam voran, und 15 Prozent haben sich sogar verschlechtert – sie liegen schlechter als 2015. Gründe dafür sind unter anderem zunehmende Konflikte, der Klimawandel, schwaches Wirtschaftswachstum, steigende Schulden und ein historischer Rückgang der internationalen Entwicklungshilfe.

Die stellvertretende UN-Generalsekretärin Amina Mohammed forderte Reformen, damit internationale Entwicklungsbanken Schuldenerleichterungen und langfristige Kredite für SDG-Projekte gewähren können. „Viele Länder werden aufgefordert, Versprechen zu halten, ohne die Werkzeuge dafür zu haben“, sagte sie.

Parallel zum Bericht fand in New York das Hochrangige Politische Forum für Nachhaltige Entwicklung (HLPF) statt, das bis zum 15. Juli läuft. Dort tauschen sich Regierungen, UN-Vertreter und die Zivilgesellschaft aus. Im Mittelpunkt stehen in diesem Jahr fünf Ziele: sauberes Wasser und Sanitärversorgung, bezahlbare und saubere Energie, Industrie und Innovation, nachhaltige Städte sowie Partnerschaften zur Erreichung der Ziele.

36 Staaten präsentieren in diesem Jahr ihre freiwilligen nationalen Fortschrittsberichte. Der Präsident des UN-Wirtschafts- und Sozialrats, Lok Bahadur Thapa, rief die Länder auf, „anders zu arbeiten“, um die Ziele doch noch zu erreichen. „Die Jahre vor uns werden nicht fragen, ob unsere Herausforderungen schwierig waren. Sie werden fragen, ob wir ihnen gewachsen waren.“

UN-Untergeneralsekretär Li Junhua betonte, dass entschlossenes Handeln bei Schuldenerleichterungen, Entwicklungsfinanzierung, Nahrungsmittel- und Wassersystemen sowie grundlegenden Dienstleistungen die SDGs noch in Reichweite halten könne. „Der Fokus muss sich von Versprechen zur Umsetzung verschieben.“

Amina Mohammed machte deutlich, dass die UN niemals aufhören werde, an den Zielen zu arbeiten – auch wenn 2030 nicht das Ende sei. „Der Tag nach 2015 war 2030. Der Tag nach 2030 wird mit Sicherheit ein anderes Datum sein, das die Mitgliedsstaaten versprechen werden, denn die Welt hat ihre Aufgabe noch nicht erledigt.“

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„Fast eine Milliarde Menschen haben seit 2015 Zugang zu sauberem Wasser bekommen – das ist echte Veränderung."

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