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UN koordiniert Hilfe nach Erdbeben in Venezuela

Nach zwei schweren Erdbeben mit über 3.500 Toten startet die UN eine koordinierte Hilfsaktion für 1,3 Millionen Menschen.

Beat: Gesellschaft & Bildung · Offizielle Statistik
08. Juli 2026 2 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: UN News

Zwei schwere Erdbeben haben Venezuela im August erschüttert und eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mehr als 3.500 Menschen kamen ums Leben, über 16.000 wurden verletzt. Die Rettungskräfte konnten 6.462 Menschen lebend aus den Trümmern bergen, doch die humanitäre Lage bleibt angespannt. UN-Nothilfekoordinator Tom Fletcher reiste in das besonders betroffene La Guaira, wo er auf eine Gruppe von Müttern traf, die täglich zu den Trümmern zurückkehrten, in der Hoffnung, ihre Kinder zu finden. „Diese Mütter fragten mich letzte Nacht: 'Kommt Hilfe?'“, berichtete Fletcher am Mittwoch in einer virtuellen Pressekonferenz aus der Hauptstadt Caracas. „Unsere heutige Sitzung ist die Antwort darauf. Es kann nur eine Antwort auf diese Frage geben.“

Die Vereinten Nationen haben gemeinsam mit Partnern aus Brasilien, der Türkei, den USA und der Europäischen Kommission einen koordinierten Hilfsplan aufgestellt. Tonnen von lebensrettenden Hilfsgütern sind bereits eingetroffen, darunter medizinische Versorgung durch die Panamerikanische Gesundheitsorganisation (PAHO), Notunterkünfte und Schutz durch die UN-Migrations- und Flüchtlingsorganisationen IOM und UNHCR sowie essentielle Mahlzeiten durch das Welternährungsprogramm (WFP) und Partner wie World Central Kitchen. Das UN-Kinderhilfswerk UNICEF kümmert sich um die Bedürfnisse der Jüngsten, während das UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) die Trümmerbeseitigung und die langfristige Bedarfsanalyse koordiniert.

Fletcher betonte, dass die Hilfsmaßnahmen nun von der akuten Notfallhilfe zu einem umfassenderen Wiederaufbau übergehen müssten. „Wir brauchen einen einzigen koordinierten Plan“, sagte er. Die Prioritäten umfassen Nahrung, Unterkünfte und Trümmerbeseitigung, aber auch langfristige Erholung und Entwicklung. Die bestehenden Herausforderungen in Venezuela – fast acht Millionen Menschen benötigen bereits humanitäre Hilfe – verschärfen die Lage zusätzlich. Fletcher appellierte an die Mitgliedsstaaten und Geber, die Hilfe auszuweiten: 296 Millionen US-Dollar sind nötig, um in den kommenden sechs Monaten 1,3 Millionen Menschen zu erreichen. Er forderte zudem Investitionen in grundlegende Lebenserhaltungsdienste wie Nahrung, Bildung und Gesundheitsversorgung sowie die Aufrechterhaltung von Sanktionserleichterungen und die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte. „Wir müssen zeigen, dass wir die Frage dieser Mütter beantworten: Hilfe ist unterwegs“, so Fletcher. „Lasst uns beweisen, dass globale Solidarität so stark ist wie eh und je und dass wir durchhalten.“

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„Nach den Erdbeben in Venezuela mit über 3.500 Toten startet die UN eine koordinierte Hilfsaktion für 1,3 Millionen Menschen. Hilfe ist unterwegs."

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