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US-Klimaaktivisten kämpfen gegen KI-Rechenzentren

Bürgerbewegung stoppt Bau von Stromfressern – Seattle erlässt Moratorium

Beat: Klima & Energie · Fachquelle
29. Juni 2026 1 Min. Lesezeit KI-recherchiert · von Menschen verantwortet Quelle: Grist

Die Klimabewegung in den USA hat ein neues Ziel: KI-Rechenzentren. Diese riesigen Anlagen verbrauchen Unmengen an Strom – ein einzelnes KI-Rechenzentrum benötigt so viel Elektrizität wie 100.000 Haushalte. Das treibt den Ausbau von Erdgaskraftwerken voran und gefährdet die Klimaziele. Eine neue Studie des Lawrence Berkeley National Laboratory zeigt, dass Rechenzentren bis 2030 für etwa ein Drittel des zusätzlichen Strombedarfs in den USA verantwortlich sein könnten.

Dagegen formiert sich Widerstand. Saul Levin, ehemaliger Kampagnendirektor des Green New Deal Network, startete vor über einem Jahr einen Signal-Chat, um Gegner von Rechenzentren zu vernetzen. Inzwischen hat die Gruppe rund 350 Mitglieder in 40 Bundesstaaten. Auch die bekannte Klimagruppe Sunrise Movement ist aktiv und mobilisiert in Städten wie Dallas, Denver und Pittsburgh gegen neue Anlagen.

Ein großer Erfolg gelang in Seattle: Nachdem bekannt wurde, dass fünf große Rechenzentren gebaut werden sollen, die zusammen ein Drittel des täglichen Strombedarfs der Stadt benötigen würden, verabschiedete der Stadtrat einstimmig ein Moratorium für neue Großrechenzentren. Seattle ist damit die größte US-Stadt, die einen solchen Stopp verhängt hat.

Die Bewegung ist breit aufgestellt. Über 500 Organisationen, darunter Greenpeace USA und Food and Water Watch, forderten den US-Kongress in einem Brief zu einem nationalen Baustopp auf. Allerdings fehlen große Namen wie der Sierra Club oder der Naturschutzbund – sie setzen eher auf saubere Energie für Rechenzentren statt auf Verbote. Doch die lokalen Erfolge zeigen: Bürgerengagement kann etwas bewirken, selbst gegen mächtige Tech-Konzerne.

Diese Geschichte ist zu gut, um sie für sich zu behalten.

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„In Seattle haben Bürger den Bau von KI-Rechenzentren gestoppt – weil die Dinger so viel Strom fressen wie 100.000 Haushalte."

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